Wir ziehen Halbjahresbilanz

Liebe Mitglieder und Freunde von TANG,

Wir befinden uns auf der Zielgeraden in Richtung Urlaub. Vom 1. bis zum 31. August sind die Bundesgeschäftsstelle und alle Büros des Bundesnetzwerks TANG wegen Betriebsurlaubs geschlossen. Für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen jetzt erstmal die Sommerferien auf dem Programm.

Zeit für einen kurzen Rückblick auf ein anstrengendes, aber erfolgreiches erstes Halbjahr 2020. Unsere Kampagne Coronavirus TANG #Telefonaktion, die wir am 17. März gestartet haben, klärte mehr als sechs Millionen Menschen über Telefon, WhatsApp, Facebook und Instagram auf. Eine Zahl, auf die wir stolz sind. Im Mai und im Juni ging es mit der zweiten Phase der Aktion „Coronavirus TANG: Sich und andere schützen – trotz Lockerung des Kontaktverbots“ weiter. Dabei verteilten wir unter anderem 6000 Community-Masken an unsere Mitglieder und afrikanische Geflüchtete.  „Wir ziehen Halbjahresbilanz“ weiterlesen

Positionspapier von TANG zum Thema Rassismus gegen Schwarze Menschen in Deutschland

Der Rassismus in den USA beschäftigte in den vergangenen Wochen die Welt. Auch Deutschland hat ein Rassismusproblem. Betroffen sind vor allem Menschen mit afrikanischer Herkunft. Deshalb hat The African Network of Germany e.V. (TANG), ein Bundesnetzwerk von mehr als 800 Vereinen und Einzelpersonen, in den vergangenen Wochen in den sozialen Medien die Kampagne #beiunsauch gestartet. Damit wurden mehr als zwei Millionen Menschen erreicht. Zudem haben wir politische Handlungsempfehlungen für den Kampf gegen den Rassismus erarbeitet. Wir fordern alle politischen und gesellschaftlichen Akteure auf, diese Handlungsempfehlungen zu überprüfen und umzusetzen. „Positionspapier von TANG zum Thema Rassismus gegen Schwarze Menschen in Deutschland“ weiterlesen

TANG-Schutzkonzept für afrikanische Kirchen

Seit Anfang Mai können wieder öffentliche Gottesdienste mit der versammelten Gemeinde stattfinden. Dafür braucht jede Gemeinde für jeden Ort, an der ein Gottesdienst gefeiert werden soll, ein Schutzkonzept. Nur dort, wo ein solches Schutzkonzept vorliegt, kann ein Gottesdienst gefeiert werden. Die Kirchengemeinden müssen die fertigen Schutzkonzepte bei den Gemeinden vorlegen. Gemeindeversammlungen, Gemeindefeste und ähnliches sind weiterhin nicht erlaubt!

Das sind die wichtigsten Empfehlungen für afrikanische Gottesdienste, basierend auf den Empfehlungen der Deutschen Bischofskonferenz, der Evangelischen Kirche und der Vereinigung der Freikirchen. „TANG-Schutzkonzept für afrikanische Kirchen“ weiterlesen

Dr. Sylvie Nantcha: „Unsere Gesellschaft hat ein Problem: Rassismus“

Das Statement von Dr. Sylvie Nantcha auf der Pressekonferenz der Bundesregierung zum 11. Integrationsgipfel am 2. März 2020 im Wortlaut: 

„Sehr geehrte Damen und Herren, aus aktuellem Anlass möchte ich zunächst einige Worte zum Thema Rassismus und Hasskriminalität äußern.

Wir sind entsetzt über den rassistisch motivierten Terrorakt in Hanau. Wir teilen die Schmerzen der Angehörigen, und unser Mitgefühl ist bei den Familien der Opfer.

Wir sind alle Menschen mit migrantischen Wurzeln. Wir fragen uns, ob wir in diesem Land, in unserem Land, in unserem Deutschland noch sicher sind. Wir sind längst Teil dieser Gesellschaft. Wir verdienen als Teil dieser Gesellschaft anerkannt zu werden.

Unsere Gesellschaft hat ein Problem: Rassismus. Rassismus in mehreren Formen.  „Dr. Sylvie Nantcha: „Unsere Gesellschaft hat ein Problem: Rassismus““ weiterlesen

Sylvie Nantcha startet in Kamerun und Niger eine Aufklärungskampagne über die irreguläre Migration nach Europa

Sylvie Nantcha startet in Kamerun und Niger eine Aufklärungskampagne über die irreguläre Migration nach Europa

Pressemitteilung vom 10. Januar 2019

Mehr als 2200 Flüchtlinge kamen 2018 im Mittelmeer ums Leben. Hunderte Menschen sterben jede Woche bei dem Versuch, die Sahara zu überqueren. Alle, die sich in Afrika auf den Weg in Richtung Europa machen, nehmen große Risiken in Kauf: Sie werden erpresst, als Arbeitssklaven ausgebeutet, vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen. „Sylvie Nantcha startet in Kamerun und Niger eine Aufklärungskampagne über die irreguläre Migration nach Europa“ weiterlesen

„Keine Scheindebatten“

„Keine Scheindebatten“

Pressemitteilung vom 22. Juni 2018

Als Bundesnetzwerk TANG können wir diese Krisentreffen und Debatten zum jetzigen Zeitpunkt nur als Scheindebatten einordnen, da wir uns bereits jenseits der Flüchtlingskrise befinden. Im Gegensatz zur Situation in 2015 kommt momentan nur eine geringfügige Anzahl von Flüchtlingen in Deutschland an. „„Keine Scheindebatten““ weiterlesen

Treffen mit dem BMI

Treffen mit dem BMI

Pressemitteilung vom 7. März 2018

Einer Einladung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, folgend, nahm die Bundesvorsitzende von TANG, Dr. Sylvie Nantcha, am 6. März gemeinsam mit Vertretern des Zentralrats der afrikanischen Gemeinde in Deutschland an einem Gespräch mit Ulrich Weinbrenner teil, dem Leiter des Stabes Gemeinschaftlicher Zusammenhalt und Integration des Bundesministeriums des Innern und zwei Mitarbeitern. Herr Weinbrenner lud anlässlich der 2016 ausgerufenen UN Internationale Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung ein, um mit Vertretern der afrikanischen Community über deren weitere Umsetzung zu diskutieren.

Während des Gespräches ging Herr Weinbrenner näher auf die eventuelle neue Aufteilung von Zuständigkeiten im neuen Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ein, betonte jedoch, dass auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit der afrikanischen Community in Deutschland angestrebt ist. Es ist sehr erfreulich, dass Herr Weinbrenner in diesem Zusammenhang TANG dazu aufrief, sich um die Aufnahme im Forum gegen Rassismus des Bundesministeriums des Innern zu bemühen, sodass in Zukunft auch auf dieser Ebene ein reger Austausch mit anderen Menschenrechts- und Migrantenorganisationen stattfinden kann. Insgesamt wurde insbesondere darauf eingegangen, dass nicht nur auf bundesweiter, sondern auch auf kommunaler Ebene zur UN Internationale Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung gearbeitet werden soll, um auf die Lebensrealität von Menschen afrikanischer Abstammung in Deutschland hinzuweisen und die Mehrheitsbevölkerung dafür zu sensibilisieren. Eine enge Zusammenarbeit zwischen TANG und dem Zentralrat der afrikanischen Gemeinde zu dieser Thematik wurde bei dem Treffen beschlossen, sodass beide Netzwerke ihre Ressourcen bündeln. Allgemein soll es in Zukunft einen regen Austausch zwischen den beiden Netzwerken und den Bundesministerien geben, sodass eine erfolgreiche Zusammenarbeit gewährleistet werden kann.

Gespräch mit dem Afrikabeauftragten Günter Nooke

Gespräch mit dem Afrikabeauftragten Günter Nooke

Pressemitteilung vom 8. März 2018

Am 7. März führte Dr. Sylvie Nantcha ein Gespräch mit dem kamerunischen Botschafter. Ein Briefing mit dem G-20-Afrikabeauftragten der Bundeskanzlerin, Günter Nooke, fand statt. Hierbei wurde über seine Kamerunreise, die Problematik mit dem anglophonen Teil Kameruns und über ein gemeinsames Projekt zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Afrika bzw. zur Bekämpfung illegaler Migration besprochen.

Im Mai letzten Jahres hat TANG im Vorfeld des Afrika Tages des BMZ eine bundesweite Umfrage in der Afrikanischen Diaspora Deutschlands durchgeführt. Bei der Umfrage ging es uns darum, herauszufinden, welche Art von Klein- und Kleinst-Unternehmensgründungen benötigt werden und wie sich die Mitglieder der Diasporen an Projekten in ihren Heimatländern aktiv beteiligen können. Mit der Studie erreichten wir über 1000 Menschen aus 38 Ländern, wodurch die Umfrage nicht nur beim Afrikatag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sondern auch bei der G-20-Afrikakonferenz auf großes Interesse traf. Das Interesse von Seiten des BMZs war so groß, dass sie bereits auf der Basis dieser Umfrage ein eigenes Projekt in Kooperation mit der GIZ planen. Zum Thema „Diaspora-Investitionen für Arbeitsplätze“ wird zurzeit eine digitale Plattform entwickelt, um der afrikanischen Diaspora Möglichkeiten anzubieten, Remittances (Überweisungen) für Unternehmensgründungen einzusetzen und durch das BMZ fördern zu lassen.