Presse

Abschlussforum „Kommunale Entwicklungspolitik“ für Berlin und Niedersachsen
Samstag, 12. Oktober, 10 bis 16.30 Uhr
10178 Berlin, Rathaus-Mitte, Karl-Marx-Allee 31, Robert-Havemann-Saal

Pressemitteilung vom 12. Oktober 2019

Wie können Kommunen von der Expertise und dem vielfältigen Engagement von MigrantInnen des afrikanischen Kontinents beim Thema Entwicklungszusammenarbeit profitieren? Wie kann die Zusammenarbeit zwischen der afrikanischen Zivilgesellschaft und Verwaltung in der Entwicklungspolitik ausgebaut werden? Wie können deutsche Kommunen die Zusammenarbeit mit den Kommunen in den Ländern des globalen Südens  fördern?
Mit diesen Fragen haben sich in den vergangenen neun Monaten 50 TeilnehmerInnen des Projekts „Dein EZ-Projekt – Schritt für Schritt“ in Berlin und Niedersachsen beschäftigt. Die Ergebnisse ihrer Arbeit stellen sie beim Abschlussforum Kommunale Entwicklungspolitik am 12. Oktober in Berlin vor.
Das Abschlussforum bietet die Möglichkeit, mit den ProjektinitiatorInnen und AkteurInnen ins Gespräch zu kommen. Es gibt Raum für Diskussionen und kollegialen Austausch sowie eine Messe der Möglichkeiten mit Beispielen guter Praxis, eine Kontaktbörse mit Hinweisen zu Fördermöglichkeiten sowie fachliche Inputs von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt  von Engagement Global, die das Projekt gefördert hat. 

Das Programm

 

10:00             Ankunft 

Messe der Möglichkeiten

 

10:30                Musikalische Begleitung

Künstler: Christian Bakotessa, RTL Supertalent 2012

 

11:00               Begrüßung und Vorstellung des Projekts „Dein EZ-Projekt – Schritt für Schritt“

Dr. Sylvie Nantcha, Bundesvorsitzende des Bundesnetzwerks TANG (The African Network of Germany) und IDAV e.V.

 

11:30 Begrüßung und Vorstellung des Förderers Engagement Global & SKEW

Kevin Borchers, Migration und Entwicklung Engagement Global & SKEW

 

  Begrüßung und Vorstellung der Plattform WIDU- Ein neues Förderprogramm

Christiane Kraus, Leiterin des Büros des Herrn Günter Nooke, persönlicher Afrikabeauftragter der Bundeskanzlerin

 

11:45                Podiumsdiskussion: Kommunale Entwicklungszusammenarbeit!

Wie kann eine Zusammenarbeit zwischen Kommunen und afrikanischer   Zivilgesellschaft im Entwicklungsbereich gelingen?

 

  Kevin Borchers, Engagement Global & SKEW

Jens Rockstedt, Integrationsbeauftragter, Bezirk Neukölln

Josephine Ngan, Projektinitiatorin Berlin, Home of World e.V.

Abdou Ouedraogo, Vorsitzender des Integrationsrates von Emden

Eric Neim, Projektinitiator Hannover, Pona Bolamu e.V.

 

Moderation: Sylvester Djiogo

 

12:45             Mittagspause mit einer musikalischen Begleitung

Künstler: Christian Bakotessa, RTL Supertalent 2012

 

 

 

14:00 Best Practice: Vorstellung von 6 Projekten:

 

  EZ-Projekte im Ausland

 

  EZ-Projekte im Ausland

Schuldistanzierte Eltern und Kinder in Burkina Faso

Abdoul Aziz, Nora Palm (Woka Kuma e.V.), Berlin

 

Solarenergie in Kongo und Kamerun

Eric Neim, Projektinitiator Hannover, Pona Bolamu e.V.

 

Ausbau der öffentlichen Grundschule in Soa II in Kamerun

 Dr. Christelle Njiki Noufele, (Mwagni e.V.), Berlin

 

  EZ-Projekte im Inland
  Diaspora Experten für nachhaltige Entwicklung- Eine Online             Plattform Diaspora.net

Maurice Mwizerwa (Hochschule ohne Grenzen e.V.), Niedersachsen

 

Internationaler Vergleich von Kultur- und Bildungsarbeit in Hannover, Kouassi Hervé Kouadio (Ivoire Diaspora e.V. Hannover,), Niedersachsen

 

Sambujam Hotspot, Cooling Centre

Nina Bartram und Dady Dem (African Culture Web), Niedersachsen

 

15:30       Besuch der Messestände:

Stellwände von 32 Projekten

Kontaktbörsen mit Hinweisen auf Fördermöglichkeiten

 

  Würdigung der ProjektiniatorInnen
16:30          Abschlussworte

 

 

 

Buffet mit einer musikalischen Begleitung

Künstler: Christian Bakotessa, RTL Supertalent 2012

 

   

Moderation: Ronja Zoe Schultz und Sylvester Djiogo

 

 

   

TANG und IDAV bedanken sich bei dem Projektteam Berlin – Niedersachsen, den ProjektinitiatorInnen und den Förderern

 


TANG feiert 70 Jahre Grundgesetz mit Gospelkonzert

Pressemitteilung vom 3. Oktober 2019

Ein Gospelkonzert mit mehr als 600 Gästen zum 70. Geburtstag des Grundgesetzes gestaltete das Bundesnetzwerk TANG (The African Network of Germany) am Tag der Deutschen Einheit in der Kirche Heilige Familie im Freiburger Stadtteil Mooswald. Die Feier wurde vom Freiburg Gospel Choir mit seinem Solisten Malcolm Green und zahlreichen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund gestaltet. Sie trugen auf Deutsch, Englisch, Französisch und Arabisch die 19 Grundrechte des Grundgesetzes vor.  

Sylvie Nantcha, die Bundesvorsitzende des Bundesnetzwerks TANG, erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass die Werte und Rechte des Grundgesetzes für alle Menschen in Deutschland gelten. Deshalb engagiere sich The African Network of Germany mit seinen Projekten für Integration und Entwicklungszusammenarbeit für eine gerechte Welt, in der alle Menschen, woher sie auch kommen, wo auch immer sie ihre Wurzeln haben, die gleichen Rechte, Chancen und Möglichkeiten auf Teilhabe besitzen. «Deshalb stehen auch alle Bürgerinnen und Bürger in der Pflicht, die Grundgesetze zu leben und zu schützen», so Sylvie Nantcha. «Das gilt ganz besonders dann, wenn Lügen mit Fakten verwechselt werden, wenn versucht wird, die Gesellschaft zu spalten. Dagegen wird The African Network of Germany stets seine Stimme erheben. Die Würde des Menschen sei nicht verhandelbar». Sylvie Nantcha bat das Publikum, Botschafter des Grundgesetzes zu werden. Als Erinnerung erhielt jeder Besucher eine Ausgabe des Grundgesetzes mit auf den Heimweg.

Die Idee, die Feier der 70 Jahre Grundgesetz mit Gospelgesängen zu kombinieren fanden viele Gäste sehr innovativ. Etliche räumten ein, sich erstmals intensiv mit den 19 Grundrechten des Grundgesetzes auseinandergesetzt zu haben. Die Freiburger Stadträte Jan Otto und Bernhard Rotzinger zeigten sich begeistert von der Originalität der Idee und von dem starken Bekenntnis zu den in unserer Verfassung festgeschriebenen Grundwerten.


Bundeskabinett beruft Sylvie Nantcha in die Fachkommission „Fluchtursachen“  

Pressemitteilung vom 10. Juli 2019

Sylvie Nantcha, Vorsitzende des Bundesnetzwerks TANG (The African Network of Germany) und CDU-Stadträtin in Freiburg, wurde vom Bundeskabinett als Mitglied der neuen Fachkommission „Fluchtursachen“ berufen. Aufgabe des 24 Mitglieder starken Gremiums ist es, bis Ende 2020 die „wesentlichen Ursachen von Flucht und irregulärer Migration zu identifizieren“ und Vorschläge auszuarbeiten, wie die Fluchtursachen bekämpft werden können. Die Bundesregierung setzt damit einen Auftrag aus dem Koalitionsvertrag um.

Flucht und Migration seien eine der größten Herausforderung unserer Zeit, so Sylvie Nantcha. „Es ist höchste Zeit, dass wir uns mit der Frage beschäftigen, warum sich so viele Menschen in den vergangenen Jahren gezwungen fühlen, ihre Heimat zu verlassen Erst wenn wir die vielfältigen Gründe von Flucht und irregulärer Migration identifiziert und verstanden haben, werden wir in der Lage sein, Fluchtursachen zu bekämpfen.“

Durch die Projekte „Lost Dreams“ und „Gemeinsam durch mehr Teilhabe“ erfuhr Sylvie Nantcha hautnah, weshalb sich Menschen auf den lebensgefährlichen Weg machen.  „Lost Dreams“ klärte mehr als 100 Millionen Menschen in sieben westafrikanischen Ländern über die Risiken der irregulären Migration und die Realität in Deutschland auf. In „Gemeinsam für mehr Teilhabe“ werden derzeit mehr als 1000 Geflüchtete aus Afrika von ehrenamtlichen MentorInnen begleitet und betreut. Das von TANG initiierte und organisierte Projekt „Dein EZ-Projekt – Schritt für Schritt“ schult und coacht in diesem Jahr 170 Menschen mit afrikanischen Wurzeln, die sich in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit engagieren.

Bei einer Befragung von 1100 Menschen mit afrikanischen Wurzeln recherchierte Nantcha, welchen Beitrag die afrikanische Diaspora mit einem Teil ihrer Überweisungen in die Herkunftsländer zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und Kleinunternehmen leisten könnte. Die Ergebnisse der Umfrage wurden beim 2017 beim Afrika-Tag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) und bei der G20 Afrika-Konferenz vorgestellt. Die Ergebnisse dieser Umfrage sollen 2019 und 2020 mit dem Programm „Diaspora Wi/Du Plattform“ von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit gemeinsam mit dem BMZ, dem Afrika-Beauftragten Günter Nooke und der Diaspora in einer Pilotphase umgesetzt werden.

Nantcha wirkte zudem an der Erarbeitung von „Zukunftsszenarien der Migration zwischen Westafrika und Europa“ mit Migrationsexperten und Wissenschaftlern aus zehn EU-Ländern und 17 westafrikanischen Ländern unter der Leitung des Centre for Global Cooperation Research der Universität Duisburg mit.


Einladung zum Netzwerktreffen von TANG Berlin-Brandenburg

Pressemitteilung vom 20. März 2019

Das Bundesnetzwerk TANG, The African Network of Germany e.V., veranstaltet am Samstag, 30. März, von 13 bis 17 Uhr in Luckenwalde in der „Goldenen 33“ das Landesnetzwerktreffen von TANG Berlin und Brandenburg. Eingeladen sind Menschen mit afrikanischen Wurzeln, afrikanische Vereine und alle Interessierten.

Mit mehr als 600 Mitgliedsvereinen und Einzelmitgliedern ist TANG das größte Bundesnetzwerk von afrikanischen Vereinen in Deutschland. TANG informiert, berät, stärkt, professionalisiert und vernetzt afrikanische Vereine, damit sie ihr volles Potential für die Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft entfalten können.

Das Landesnetzwerktreffen von Berlin und Brandenburg beschäftigt sich unter anderem mit der Fort- und Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans Integration.  Zudem stellen wir unsere neuen Projekte „Gemeinsam für mehr Teilhabe“ und „Dein EZ-Projekt – Schritt für Schritt“ vor, das auch in Berlin stattfinden wird. Das Projekt gewinnt und schult ehrenamtliche Mentor*Innen für die Arbeit mit Geflüchteten aus Afrika.

Schwerpunkte der Arbeit von TANG sind die Mitgestaltung der deutschen Integrations- und Afrikapolitik durch die Teilnahme an Expertenforen und Diskussionsplattformen wie dem Forum gegen Rassismus oder der Fortschreibung des Nationalen Aktionsplan Integration. Wir führen zudem zahlreiche Projekte mit Unterstützung der Bundesministerien durch.

Falls Sie weitere Informationen benötigen oder ein Interview Dr. Sylvie Nantcha wünschen, vermitteln wir dies gerne.


Einladung zum Netzwerktreffen von TANG Nordrhein-Westfalen

Pressemitteilung vom 8. März 2019

Das Bundesnetzwerk TANG, The African Network of Germany e.V., veranstaltet am Samstag, 16. März, von 13 bis 17 Uhr in Dortmund den Räumen des Vereins MISAD, Brennaborstraße 10, das Landesnetzwerktreffen von TANG Nordrhein-Westfalen. Eingeladen sind Menschen mit afrikanischen Wurzeln, afrikanische Vereine und alle Interessierten.

Mit mehr als 600 Mitgliedsvereinen und Einzelmitgliedern ist TANG das größte Bundesnetzwerk von afrikanischen Vereinen in Deutschland. TANG informiert, berät, stärkt, professionalisiert und vernetzt afrikanische Vereine, damit sie ihr volles Potential für die Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft entfalten können.

Das Landesnetzwerktreffen in Dortmund beschäftigt sich unter anderem mit der Fort- und Weiterentwicklung des Nationalen Aktionsplans Integration.  Zudem stellen wir unser neues Projekt „Gemeinsam für mehr Teilhabe“ vor, das auch in Nordrhein-Westfalen stattfinden wird. Das Projekt gewinnt und schult ehrenamtliche Mentor*Innen für die Arbeit mit Geflüchteten aus Afrika.

Schwerpunkte der Arbeit von TANG sind die Mitgestaltung der deutschen Integrations- und Afrikapolitik durch die Teilnahme an Expertenforen und Diskussionsplattformen wie dem Forum gegen Rassismus oder der Fortschreibung des Nationalen Aktionsplan Integration. Wir führen zudem zahlreiche Projekte mit Unterstützung der Bundesministerien durch.

Falls Sie weitere Informationen benötigen oder ein Interview mit der Bundesvorsitzenden Dr. Sylvie Nantcha oder dem Landesvorsitzenden Fabien Dushimirimana wünschen, vermitteln wir dies gerne. Selbstverständlich sind Sie als Medienvertreter beim Landesnetzwerktreffen herzlich willkommen.


Einladung zum Netzwerktreffen von TANG Hessen

Pressemitteilung vom 11. Februar 2019

Das Bundesnetzwerk TANG, The African Network of Germany e.V., veranstaltet am Samstag, 23. Februar, von 13 bis 17 Uhr im Philipp-Scheidemann-Haus, Holländische Straße 74, in Kassel das Landesnetzwerktreffen von TANG Hessen. Eingeladen sind Menschen mit afrikanischen Wurzeln, afrikanische Vereine und alle Interessierten.

Mit mehr als 600 Mitgliedsvereinen und Einzelmitgliedern ist TANG das größte Bundesnetzwerk von afrikanischen Vereinen in Deutschland. TANG informiert, berät, stärkt, professionalisiert und vernetzt afrikanische Vereine, damit sie ihr volles Potential für die Gestaltung der Zukunft unserer Gesellschaft entfalten können. Im Landesnetzwerk Hessen sind bislang knapp 70 Vereine und Einzelmitglieder aus 20 afrikanischen Ländern organisiert.

Das Landesnetzwerktreffen beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema Bekämpfung von Fluchtursachen. Zudem möchten wir Ihnen zwei neue Projekte vorstellen, die auch in Hessen stattfinden werden. „Dein EZ-Projekt* – Schritt für Schritt“ berät, unterstützt, begleitet und qualifiziert Menschen mit afrikanischen Wurzeln, die sich in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit stark machen oder sich in ihren Herkunftsländern bei der Bekämpfung von Fluchtursachen engagieren. Das Projekt „Gemeinsam für mehr Teilhabe“ gewinnt und schult ehrenamtliche Mentor*Innen für die Arbeit mit Geflüchteten aus Afrika.

Schwerpunkte der Arbeit von TANG sind die Mitgestaltung der deutschen Integrations- und Afrikapolitik durch die Teilnahme an Expertenforen und Diskussionsplattformen wie dem Forum gegen Rassismus oder der Fortschreibung des Nationalen Aktionsplan Integration. Wir führen zudem zahlreiche Projekte mit Unterstützung der Bundesministerien durch.

Falls Sie weitere Informationen benötigen oder ein Interview mit der Bundesvorsitzenden Dr. Sylvie Nantcha oder dem Landesvorsitzenden Dr. Sahle Tesfai wünschen, vermitteln wir dies gerne. Selbstverständlich sind Sie beim Landesnetzwerktreffen herzlich willkommen.


Sylvie Nantcha startet in Kamerun und Niger eine Aufklärungskampagne über die irreguläre Migration nach Europa

Pressemitteilung vom 10. Januar 2019

Mehr als 2200 Flüchtlinge kamen 2018 im Mittelmeer ums Leben. Hunderte Menschen sterben jede Woche bei dem Versuch, die Sahara zu überqueren. Alle, die sich in Afrika auf den Weg in Richtung Europa machen, nehmen große Risiken in Kauf: Sie werden erpresst, als Arbeitssklaven ausgebeutet, vergewaltigt und zur Prostitution gezwungen.

Um diese Tragödien zu verhindern, organisierte The African Network of Germany (TANG) mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes im November und Dezember 2018 die Aufklärungskampagne „Lost Dreams“ in Kamerun und Niger. 1200 Schülerinnen, Schüler und junge Erwachsene wurden zu Multiplikatoren für den Kampf gegen die irreguläre Migration ausgebildet.  Binnen vier Wochen informierten die Multiplikatoren in Schulen, Universitäten, auf Märkten, an Busbahnhöfen und in Kirchengemeinden mehr als 400 000 Menschen über die Risiken der irregulären Migration und die Lebensbedingungen von Flüchtlingen in Deutschland. Die Aktionen fanden in Jaunde, Douala und Bafoussam (Kamerun) sowie in Niamey und Agadez (Niger) statt. Über Zeitungen, Radio, Fernsehen und die sozialen Medien wurden mehr als 43 Millionen Menschen erreicht.

„Viele Menschen in Afrika glauben, Deutschland sei ein Schlaraffenland“, sagt Sylvie Nantcha, Bundesvorsitzende  von TANG und Initiatorin des Projekts. „Lost Dreams klärt über die Gefahren und Folgen der irregulären Migration auf.  Viele Familien verschulden sich immens, um einem Mitglied die Reise nach Europa zu ermöglichen.“  Doch statt ins erträumte Glück führt die Fahrt in das Elend. Oder in den Tod. Ihre Botschaft an die afrikanische Jugend: Wer von Europa träumt, soll nicht versuchen, den lebensgefährlichen Weg durch die Wüste und über das Mittelmeer zu nehmen, sondern mit einem Touristen-, Arbeits- oder Studienvisum reisen.

Sylvie Nantcha gelang es, 100 ehemalige Schleuser und Fahrer im nigrischen Agadez für die Aktion zu gewinnen. Auf Drängen der Europäischen Union hatte Niger 2016 in der Region von Agadez die „wirtschaftliche Nutzung“ der Migration verboten und den Transport von Migranten unter Strafe gestellt. Die Busunternehmen, die zuvor legal Menschen durch die Wüste in Richtung Libyen und Algerien brachten, verloren ihre Einkommensquelle und wurden kriminalisiert. Von den 750 Millionen Euro, die die EU an Niger für den Kampf gegen die irreguläre Migration überwiesen habe, sei bei ihnen nichts angekommen, klagen sie. Das Gesetz habe die Wüste in einen Friedhof verwandelt. Weil jetzt immer gefährlichere Routen genommen würden, komme nur noch jedes fünfte Fahrzeug an. Um die Aktion von Lost Dreams zu unterstützen, starteten die ehemaligen Schleuser und Fahrer von Ende Dezember an 14 Orten in Agadez und der Region eine Facebook-Aktion.

 


„Keine Scheindebatten“

Pressemitteilung vom 22. Juni 2018

Als Bundesnetzwerk TANG können wir diese Krisentreffen und Debatten zum jetzigen Zeitpunkt nur als Scheindebatten einordnen, da wir uns bereits jenseits der Flüchtlingskrise befinden. Im Gegensatz zur Situation in 2015 kommt momentan nur eine geringfügige Anzahl von Flüchtlingen in Deutschland an. Auch TANG sieht die Notwendigkeit, die wichtigen Fragen in Bezug auf die Grenzpolitik zu klären. Da aber im Moment diese Debatte keine Dringlichkeit hat, sollte sich die Bundesregierung angemessene Zeit nehmen, sodass nicht im Eilverfahren Beschlüsse gemacht werden, sondern nachhaltige Lösungswege gefunden werden können. Nachhaltigkeit bedeutet dabei beispielsweise, dass anstatt der Geflüchteten die Fluchtursachen bekämpft werden. Vielmehr müssen die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge gestärkt werden, so Dr. Sylvie Nantcha. Auf dem afrikanischen Kontinent müssen dringend Arbeitsplätze für junge Menschen geschaffen werden. Zudem müssen attraktive Programme für Rückkehrer aufgelegt, die Visapolitik verbessert, ein Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte beschlossen und die Menschen in Afrika für die Gefahren einer illegalen Migration nach Europa sensibilisiert werden.

Gleichzeitig ist es nicht hinnehmbar, dass eine Frage, die nicht einmal ein Prozent der Bevölkerung betrifft – die Geflüchteten – die Bundesregierung entzweit. Auch, dass Seehofer seine Teilnahme am Internationalen Integrationsgipfel in Berlin kurzfristig absagte, können wir nur bedauern. Gerne hätte TANG die Möglichkeit gehabt, strittige Fragen zu besprechen. Gerade in der momentanen politischen Lage ist eine Zusammenarbeit zwischen den Bundesministerien und Migrantenorganisationen von immenser Wichtigkeit, um nachhaltige Konzepte und Maßnahmen in allen Integrationsfragen entwickeln zu können. Das Innenministerium muss mit den MigrantInnen reden – nicht über sie. Trotz dieses schlechten Starts mit dem Innenminister ist TANG guter Hoffnung, dass in Zukunft die Zusammenarbeit erfolgreicher sein wird, sodass eine gemeinsame Basis geschaffen wird, auf der integrationspolitische Debatten nachhaltig geführt werden können.


Afrikanische Vereine kritisieren Flüchtlingspolitik und Rassismus / Sylvie Nantcha erneut zur Bundesvorsitzenden von TANG gewählt

Pressemitteilung vom 19. Mai 2018

Sylvie Nantcha ist die alte und neue Bundesvorsitzende des Netzwerks „The African Network of Germany“ (TANG). Die 43-jährige Afrodeutsche wurde am Samstag (19. Mai 2018) in Frankfurt am Main mit 100 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Damit steht die in Freiburg lebende Germanistin für weitere drei Jahre an der Spitze von TANG. Das Bundesnetzwerk vertritt als Dachorganisation mehr als 600 afrikanische Vereine in Deutschland.

Heftige Kritik übte die Bundesvorsitzende und CDU-Politikerin an der deutschen und europäischen Flüchtlingspolitik. Sylvie Nantcha: „Wir können nicht länger schweigend zusehen, wie jeden Tag Tausende Menschen in der Wüste oder im Mittelmeer sterben. Die Fluchtursachen müssen bekämpft werden, nicht die Geflüchteten!“  Die Krisen in den Herkunftsländern der afrikanischen Flüchtlinge seien nicht mit Zäunen an den Außengrenzen, Patrouillenbooten im Mittelmeer oder sogenannten Ankerzentren für Geflüchtete zu lösen.

Vielmehr müssten die Lebensbedingungen in den Herkunftsländern der Flüchtlinge gestärkt werden. Auf dem afrikanischen Kontinent müssten dringend Arbeitsplätze für junge Menschen geschaffen werden. Zudem müssten attraktive Programme für Rückkehrer aufgelegt, die Visapolitik verbessert, ein Zuwanderungsgesetz für Fachkräfte beschlossen und die Menschen in Afrika für die Gefahren einer illegalen Migration nach Europa sensibilisiert werden.

Eine solche Politik ist nach Überzeugung von Sylvie Nantcha aber nur erfolgreich, wenn Migrantenorganisationen wie TANG früh und nachhaltig in die Projekte eingebunden werden. „Leider funktioniert die Zusammenarbeit nicht immer auf Augenhöhe“, kritisierte Nantcha die Kooperationen mit einigen Bundesbehörden. Erfolgreiche Projekte wie die Aufklärungskampagne „Verlorene Träume – Lost Dreams“ würden nicht weiter gefördert. Das Filmprojekt, das vor den Gefahren der Flucht warnt und Gerüchte über Deutschland und Europa widerlegt, erreichte 25 Millionen afrikanische Zuschauer.

Der Bundeskongress gründete eine Arbeitsgemeinschaft, die sich mit dem Thema Fluchtursachenbekämpfung beschäftigen wird. Dieser Kreis soll auch die geplante Fachkommission der Bundesregierung kritisch begleiten. Die neue Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Annette Widmann-Mauz (CDU), wurde vom Bundeskongress aufgefordert, den Bundesbeirat für Integration wieder einzurichten. Das Auswärtige Amt wurde in einem einstimmigen Beschluss aufgefordert, das Projekt „Verlorene Träume – Lost Dreams“ weiter zu fördern.

Menschen mit afrikanischen Wurzeln, die einen deutschen Pass haben und gern in Deutschland leben, würden immer noch als Bürger dritter Klasse behandelt, kritisierte Nantcha. Der Zugang zum Wohnungsmarkt, zur Bildungs- und Ausbildungsbereich werde ihnen erschwert. „Wir als afrikanische Community müssen uns aktiv in den deutschen Alltag einmischen und uns dort behaupten“, appellierte Sylvie Nantcha an die Delegierten. „Wir sind auch selbst dafür verantwortlich, wie unser Deutschland aussieht.“

TANG ist mit mehr als 600 Mitgliedsvereinen das größte Netzwerk der afrikanischen Community in Deutschland. Er setzt sich für die Interessen von Deutschen mit afrikanischen Wurzeln und in Deutschland lebenden Afrikanern ein.


Start von TANG Niedersachsen

Pressemitteilung vom 25. März 2018

Der Start von TANG Niedersachsen war ein einziges großes Fest.
Über 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus mehr als 17
Kommunen kamen zusammen, um mit TANG diesen Start zu
feiern. Motiviert von der enthusiastischen Rede der Oldenburger
Bürgermeisterin Wolff, welche mehrmals auf den großen Bedarf
einer solchen Vernetzung und eines solchen Ansprechpartners
verwies, wurde der TANG Niedersachsen Vorstand am
vergangenen Samstag in Oldenburg ernannt.
Den Vorsitz des Vorstandes übernimmt Abayomi Bankolé aus
Hannover, seine Vertretung übernimmt Cyrille Ndoube, welcher
auch die Veranstaltung so gelungen mitorganisierte.


TANG gratuliert der neuen Bundesregierung

Pressemitteilung vom 10. März 2018

Das Kabinett steht! Nach den Bundestagswahlen im September 2017 haben sich die CDU/CSU und die SPD Anfang März dazu entschieden, die große Koalition fortzuführen. Die Koalitionsverhandlungen hatten am
26. Januar begonnen, am 12. März wurde der Koalitionsvertrag letztendlich unterzeichnet. Angela Merkel wird die Regierung in ihrer vierten Amtszeit als Bundeskanzlerin führen. Wir beglückwünschen die Bundeskanzlerin. Außerdem beglückwünschen wir die Minister der CDU: Herr Peter Altmeier als Wirtschaftsminister, Herr Helge Braun als Chef des Bundeskanzleramts, Frau Anja Karliczek als Bildungsministerin, Frau Julia Klöckner als Landwirtschaftsministerin, Frau Ursula von der Leyen als Verteidigungsministerin, Herr Jens Spahn als Gesundheitsminister und Frau Annette Widmann-Mauz als Bundesbeauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration. Wir senden unsere herzlichen Glückwünsche auch an die Minister der CSU: Frau Dorothee Bär als Staatsministerin für Digitalisierung, Herr Andreas Scheuer als Verkehrsminister, Herr Horst Seehofer als Innenminister und Herr Gerd Müller als Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Zu guter Letzt herzlichen Glückwunsch an die Minister der SPD:
Frau Katarina Barley als Justizministerin, Frau Franziska Giffey als Familienministerin, Herr Hubertus Heil als Arbeitsminister, Herr Heiko Maas als Minister für internationale Beziehungen, Herr Olaf Scholz
als Finanzminister und Frau Swenja Schulze als Ministerin für Umweltschutz. Wir wünschen viel Erfolg und hoffen auf eine gute Zusammenarbeit!


Treffen mit dem BMI

Pressemitteilung vom 7. März 2018

Einer Einladung des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat, folgend, nahm die Bundesvorsitzende von TANG, Dr. Sylvie Nantcha, am 6. März gemeinsam mit Vertretern des Zentralrats der afrikanischen Gemeinde in Deutschland an einem Gespräch mit Ulrich Weinbrenner teil, dem Leiter des Stabes Gemeinschaftlicher Zusammenhalt und Integration des Bundesministeriums des Innern und zwei Mitarbeitern. Herr Weinbrenner lud anlässlich der 2016 ausgerufenen UN Internationale Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung ein, um mit Vertretern der afrikanischen Community über deren weitere Umsetzung zu diskutieren.

Während des Gespräches ging Herr Weinbrenner näher auf die eventuelle neue Aufteilung von Zuständigkeiten im neuen Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat ein, betonte jedoch, dass auch weiterhin eine gute Zusammenarbeit mit der afrikanischen Community in Deutschland angestrebt ist. Es ist sehr erfreulich, dass Herr Weinbrenner in diesem Zusammenhang TANG dazu aufrief, sich um die Aufnahme im Forum gegen Rassismus des Bundesministeriums des Innern zu bemühen, sodass in Zukunft auch auf dieser Ebene ein reger Austausch mit anderen Menschenrechts- und Migrantenorganisationen stattfinden kann. Insgesamt wurde insbesondere darauf eingegangen, dass nicht nur auf bundesweiter, sondern auch auf kommunaler Ebene zur UN Internationale Dekade für Menschen Afrikanischer Abstammung gearbeitet werden soll, um auf die Lebensrealität von Menschen afrikanischer Abstammung in Deutschland hinzuweisen und die Mehrheitsbevölkerung dafür zu sensibilisieren. Eine enge Zusammenarbeit zwischen TANG und dem Zentralrat der afrikanischen Gemeinde zu dieser Thematik wurde bei dem Treffen beschlossen, sodass beide Netzwerke ihre Ressourcen bündeln. Allgemein soll es in Zukunft einen regen Austausch zwischen den beiden Netzwerken und den Bundesministerien geben, sodass eine erfolgreiche Zusammenarbeit gewährleistet werden kann.


Gespräch mit dem Afrikabeauftragten Günter Nooke

Pressemitteilung vom 8. März 2018

Am 7. März führte Dr. Sylvie Nantcha ein Gespräch mit dem kamerunischen Botschafter. Ein Briefing mit dem G-20-Afrikabeauftragten der Bundeskanzlerin, Günter Nooke, fand statt. Hierbei wurde über seine Kamerunreise, die Problematik mit dem anglophonen Teil Kameruns, und über ein gemeinsames Projekt zur Schaffung von Arbeitsplätzen in Afrika bzw. zur Bekämpfung illegaler Migration besprochen.

Im Mai letzten Jahres hat TANG im Vorfeld des Afrika Tages des BMZ eine bundesweite Umfrage in der Afrikanischen Diaspora Deutschlands durchgeführt. Bei der Umfrage ging es uns darum, herauszufinden, welche Art von Klein- und Kleinst-Unternehmensgründungen benötigt werden und wie sich die Mitglieder der Diasporen an Projekten in ihren Heimatländern aktiv beteiligen können. Mit der Studie erreichten wir über 1000 Menschen aus 38 Ländern, wodurch die Umfrage nicht nur beim Afrikatag des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sondern auch bei der G-20-Afrikakonferenz auf großes Interesse traf. Das Interesse von Seiten des BMZs war so groß, dass sie bereits auf der Basis dieser Umfrage ein eigenes Projekt in Kooperation mit der GIZ planen. Zum Thema „Diaspora-Investitionen für Arbeitsplätze“ wird zurzeit eine digitale Plattform entwickelt, um der afrikanischen Diaspora Möglichkeiten anzubieten, Remittances (Überweisungen) für Unternehmensgründungen einzusetzen und durch das BMZ fördern zu lassen.


Gespräch mit Georg Schmidt vom Auswärtigen Amt  

Pressemitteilung vom 7. März 2018

Am 6. März fand ein Briefing mit Dr. Sylvie Nantcha und dem Afrikabeauftragten des Auswärtigen Amtes, Georg Schmidt, über das gemeinsame Projekt „Lost Dreams“ statt, welches in zehn afrikanischen Ländern durchgeführt wird. Diskutiert wurde auch über die Rückkehrer aus Libyen, die in Agadez (Niger) festsitzen. TANG freut sich einen Beitrag zur Aufklärung junger Menschen in Afrika leisten zu dürfen. Selbstverständlich ist, dass freiwillige Rückkehrer begleitet und bei ihrer Reintegration in ihren Heimatländern unterstützt werden müssen.

Das Projekt „Lost Dreams“ hat das Ziel, Menschen über die Gefahren einer Reise durch die Wüste und über das Mittelmeer nach Europa, über die Situation illegaler Migranten in Europa und über legale Möglichkeiten der Migration aufzuklären. 2017 war TANG mit dem Projekt in Kamerun, Nigeria, Niger, Burkina Faso, Senegal, der Elfenbeinküste und in Mali. In diesen sieben Ländern wurden insgesamt 344 Journalisten auf Pressekonferenzen empfangen, 25. Mio. Menschen durch die Medien erreicht. In Nigeria wurden zuletzt 8000 Schüler und Studenten sensibilisiert.


Start des Landesnetzwerks Nordrhein-Westfalen

Pressemitteilung vom 3. März 2018

Der Start von TANG Nordrhein-Westfalen war ein Erfolg! Um die 90 Vertreter von Vereinen und Integrationsräten aus Essen, Dortmund, Düsseldorf, Mönchengladbach, Köln, Duisburg, Wuppertal, Bochum, Unna, Witten, Ratingen, Troisdorf und Hattingen waren mit dabei!

Gemeinsam mit Frau Dr. Martini aus dem Arbeitsstab der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration und Vertretern von Ausländerbeiräten, Integrationsbeiräten und afrikanischen Vereinen in NRW wurde TANG NRW offiziell gestartet und die TANG Stadtverantwortlichen und damit auch der TANG NRW Vorstand feierlich ernannt.

Frau Dr. Martini lobte in ihrer Rede diese Art der Selbstorganisation afrikanischer Akteure in Deutschland und wies auf die Mitwirkung ihres Arbeitsstabes an der Entstehung von TANG vor fünf Jahren hin. Zudem betonte Sie, wie sehr sie TANG ein gutes Gelingen wünsche, sodass mit TANG auch in Zukunft eine intensive und gewinnbringende Zusammenarbeit auf den verschiedenen Ebenen möglich sei.

Insgesamt ist das Bundesnetzwerk TANG sehr erfreut darüber, dass der Start von TANG mit Begeisterung in der Community aufgenommen wurde und die vielen Teilnehmerinnen und Teilnehmer große Motivation zeigten, die Anliegen von TANG weiter voranzutreiben und sich mit all ihren Möglichkeiten bei TANG einzusetzen. Die Bundesvorsitzende von TANG ist sehr erfreut darüber, mit diesem Start von TANG NRW die Basis für eine erfolgreiche Vernetzung von afrikanischen Akteuren in NRW gesetzt wurde.


Sylvie Nantcha beim Neujahrsempfang im Entwicklungsministerium

Pressemitteilung vom 24. Januar 2018

Einer Einladung des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung folgend, nahm die Bundesvorsitzende, Dr. Sylvie Nantcha, am Neujahrsempfang im Rahmen der Internationalen Grünen Woche teil. Unter dem Motto „EINE WELT ohne Hunger ist möglich – mit fairem Einkauf und fairer Produktion“ möchte Bundesminister Dr. Gerd Müller darauf hinweisen, dass faire Preise sicherstellen, „dass Menschen nicht hungern, Kinder nicht arbeiten und Wälder nicht abgeholzt werden müssen. Wir haben es selbst in der Hand, mit unserem täglichen Einkauf.“

Einen weiteren Fokus legte Bundesminister Dr. Gerd Müller während seiner Rede darauf, dass Menschen in Europa aus Dankbarkeit über ihre privilegierte geografische Position heraus ein Mitgefühl generieren sollen, welches sich in Hilfe von weniger Privilegierten ausdrücken sollte. Zudem betonte er, wie wichtig es wäre, nicht aus den Augen zu verlieren, dass das Entwicklungsziel der Vereinten Nationen, bis 2030 keinen Hunger mehr auf der Welt zu haben, auch erreicht werden soll. Während Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Christian Schmidt sich vordergründig auf landwirtschaftliche Zusammenhänge bezog, zeichnete die ghanaische Botschafterin, ihre Exzellenz Gina Ama Blay ein detailliertes Bild der derzeitigen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Lage in Ghana.

Die Gestaltung der Halle durch das BMZ auf der Grünen Woche 2018 war insgesamt deutlich von dem Anspruch geprägt, fairere Bedingungen für Arbeitnehmer weltweit zu erreichen, neue Lösungen gegen den Hunger aufzuzeigen und Innovationen aus der Zivilgesellschaft vorzustellen.

Mit den Kooperationspartnern Brot für die Welt, Misereor, GIZ, WWF, Welthungerhilfe und vielen anderen ist die Halle des BMZ auf der Grünen Woche mit zahlreichen Ständen, Aktionen und Rahmenprogramm ausgestattet. Ob man sich nun über die Nützlichkeit verschiedener Qualitätssiegel, die Bedeutung virtuellen Wassers oder den Beitrag von Bildung im Kampf gegen die Ausbeutung von Kindern informieren möchte, fand sich immer ein interaktives und vielfältiges Angebot.

 


KONTAKT:

Petra Kistler, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  

E-Mail: petra.kistler@tang-ev.de