TANG Motto 2021 „Gestärkt aus der Pandemie!“

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG,

Das Jahr 2021 beginnt energiereich und innovativ. Aus diesem Grund haben wir uns zusammengefunden, um das Motto von TANG für das Jahr 2021 zu besprechen. Nach vielen Austauschrunden sind wir stolz, Ihnen heute das TANG Motto für 2021 vorzustellen:

„Gestärkt aus der Pandemie auf Bundes- und Landesebene durch Digitalisierung“

Die Corona-Pandemie schränkt uns alle in verschiedenen Bereichen des Lebens ein. Das Ziel ist aber nicht nur lebend aus der Pandemie zu kommen, sondern auch gestärkt. Aus diesem Grund wollen wir Raum finden, um uns auf unsere Werte und Ziele zurückzubesinnen. Die wichtigsten Aspekte wurden notiert: die Community, der Zusammenhalt und die Stärkung der Struktur von TANG. Dabei soll im Jahr 2021 der Fokus sowohl auf der starken Vernetzung auf der Bundesebene liegen, als auch insbesondere auf der Vernetzung auf Landesebene.

TANG wird 2021 stark durch den Auf- und Ausbau von digitalen Angeboten und Lösungen, durch die Weiterbildung von TANG-Mitarbeitern und TANG-Landesnetzwerke, durch den Aufbau von TANG Youth und  durch die Einrichtung eines TANG Frauennetzwerkes. TANG soll stark sein im Kampf gegen Rassismus in unterschiedlichen Lebensbereichen.

Neue Geschäftsführung

Wir freuen uns, die neue Geschäftsführerin vom Bundesnetzwerk TANG Dr. Carolin Herzog begrüßen zu dürfen. Seit 1. Februar hat sie den Posten von Frau Bernauer übernommen, die weiterhin als stellvertretende Geschäftsführung aktiv ist.

Dr. Carolin Herzog kommt ursprünglich aus der Nähe von Nürnberg und hat Germanistik und Romanistik (Französisch und Spanisch) an der Universität Erlangen-Nürnberg studiert. Ihre Doktorarbeit verfasste sie an der Universität Bayreuth über frankophone zeitgenössische Roman- und Erzählliteratur Burundis. Neben ihrer Promotion arbeitete sie als Projektmanagerin über sechs Jahre am Tansanisch-deutschen Fachzentrum für Rechtswissenschaften, einem Kooperationsprojekt, das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanziert wird. Das Projekt bildet ostafrikanische Führungskräfte in regionaler Integration aus, um afrikanische Wirtschaftsgemeinschaften zu stärken.

Frau Dr. Herzog wurde im Rahmen der Bundesvorstandsitzung am 4. Februar 2021 und im Rahmen des Mitarbeitergesprächs vom 5. Februar 2021 offiziell als Geschäftsführung eingeführt. Dabei unterstreicht sie ihre Rolle als Mittlerin: „Ich sehe mich als Brücke zwischen der afrikanischen Diaspora in Deutschland und der Mehrheitsgesellschaft. Ich möchte mein Wissen einbringen, um TANG im Bereich Digitalisierung voranzubringen, Arbeitsprozesse zu optimieren und neue Landesnetzwerke in Bayern und Sachsen aufzubauen“  Wir wünschen ihr einen guten Start bei TANG in Freiburg und freuen uns auf eine gute Zusammenarbeit!

Auftaktgespräch Strukturförderung

Im November letzten Jahres startete die zweite Phase der vom BAMF und BMI geförderten Strukturförderung. In dieser liegt der Fokus auf der Konsolidierung und Stabilisierung der Verbandsstrukturen. Am 9. Februar fand diesbezüglich ein Auftaktgespräch mit Herrn Lauterbach, Herrn Beese und Frau Chili vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge den Verbänden TANG, BZI, Damost, Kurdische Gemeinde und Iranische Gemeinde statt.

In geselliger Runde wurden die Verbände über Aktuelles aus dem Bundesamt informiert. Die zweite Phase der Strukturförderung rückt neben dem Ausbau der Struktur erstmals die Verbandsfinanzierung und die Mittelakquise in den Vordergrund.

TANG hat die Gelegenheit genutzt, um das Motto für 2021 vorzustellen und über die wichtigsten Vorhaben im Jahr 2021 zu berichten. Weiterhin wurde eruiert, welche Synergieeffekte es zwischen den Dachverbänden geben könnte. Außerdem wurde ein stärkerer Austausch der strukturgeförderten Verbände angeregt, damit man voneinander lernen kann und gemeinsame Themen bearbeitet. Vor allem die in diesem Jahr anstehende Bundestagswahl lädt dazu ein, gemeinsame Aktivitäten zu veranstalten, um Mitglieder über das politische System in Deutschland aufzuklären.

Klausurtagung „AfrikaPlus“

Am 5. Februar fand die erste Klausurtagung in 2021 des Projektes „AfrikaPlus“ gefördert durch das BMI und BAMF statt. Zusammen mit allen Projektmitarbeitern wurde digital festgelegt, welche Schritte als nächstes anstehen. Zunächst drehte sich die Diskussion um die Richtlinien vom BAMF. Danach ging es an die Planung der Aktivitäten des ersten Halbjahres. Außerdem wurden Meilensteine für dieses Jahr definiert und festgelegt .Neben der Arbeit an den Kommunikationsmaßnahmen wurde der Prozess der Begleitung von potenziellen Rückkehrern (Case Managements) durch das AfrikaPlus-Team von TANG diskutiert.

Die Klausurtagung wurde erfolgreich durchgeführt und alle Projektmitarbeiter waren einbezogen. Ich danke allen für den wunderbaren Ideenaustausch.

Migrationshintergrund, Spätaussiedlern und Migranten. Einzelheiten gibt es im nächsten Mitgliederbrief am 17. Februar.

Bitte beherzigen Sie weiterhin die Richtlinien der Bundesregierung zur Corona-Pandemie und bleiben Sie gesund.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

Auftakt 2021 mit dem Flüchtlingsgipfel

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG

nachträglich wünsche ich allen ein gutes und vor allem gesundes Jahr 2021!

Der Beginn des neuen Jahres steht weiterhin im Zeichen der Corona-Pandemie und wir müssen nun alle unsere Kräfte sammeln, um weiterhin dem Lockdown zu trotzen. Besonders schwer haben es derzeit Geflüchtete, denn sie sind in ihrer Unterkunft auf beengtem Raum besonders von einer Ansteckung gefährdet und andererseits wirkt sich die Corona-Pandemie auf die Bereiche Integration und Arbeitsmarkt aus.

Flüchtlingsgipfel im Kanzleramt

Anlässlich des Flüchtlingsgipfels der Bundeskanzlerin mit den neun Bundesregierungsmitgliedern Seehofer, Widmann-Mauz, Giffey, Scholz, Karlicek, Spahn, Altmeier, Heil, Grütters durfte ich gemeinsam mit weiteren 60 Vertreter*innen der Politik, Migrantendachorganisationen, Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Kultur, Sport, Religionsgemeinschaften und Wohlfahrtsverbänden über die schwierige der Flüchtlinge in der Corona-Pandemie.

Bundeskanzlerin Angela Merkel betont, dass Flüchtlinge zu der Gruppe zählt, die am meisten unter Corona leidet: „Sie können nicht im Home Office arbeiten, haben weniger soziale Kontakte, haben keine Unterstützung beim „home schooling“ und finden schwerer Ansprechpartner“. Auch durch digitale Angebote sind nicht alle zu erreichen. Dennoch dürfen sie laut Bundeskanzlerin nicht abgehängt werden. Sie spricht sich für die Mehrsprachigkeit digitaler Angebote aus und verweist auf die bereits erreichte Mehrsprachigkeit von Informationen, die die Staatsministerin Annette Widmann-Mauz zu den Themen Corona, Behördengänge, Arbeitsmarkt auf den Weg gebracht hat.

Widmann-Mauz erklärt weiterhin: „Es ist uns ein Anliegen, Geflüchtete mit mehrsprachigen Informationen zu versorgen und wir sind auf Unterstützung von Organisationen angewiesen, damit diese mehrsprachigen Informationen weitergeleitet werden.“

Horst Seehofer führt aus, dass die Herausforderungen 2020 gut bewältigt worden sind und Deutschland im Jahr 2020 75.000 Geflüchtete aufgenommen hat. Dies ist der niedrigste Wert in den vergangenen 30 Jahren und ist auf die Corona-Pandemiezurückzuführen. Im Rahmen des EU-Migrationspaktes erklärt er, dass Deutschland – wie von uns gefordert – Gespräche mit afrikanischen Regierungen aufnehmen will.

Jens Spahn erklärt in seinem Kurzstatement, dass die globale Herausforderung auch einer globalen Antwort bedarf und appelliert an eine internationale Solidarität: „No one is safe until everybody is safe“.

In Bezug auf den Arbeitsmarkt sprechen sich Peter Altmeier und Hubertus Heil für die Weiterführung von Programmen und Maßnahmen aus. Peter Altmeier: „Unser Ziel ist es möglichst viele Arbeitsplätze von Geflüchteten in der Corona-Zeit zu erhalten.“

Ich ging in meinem Statement auf die Herausforderungen von afrikanischen Geflüchteten in der Corona-Zeit ein. Ein wesentlicher Aspekt der Arbeit von TANG ist der enge Kontakt zu den Geflüchteten. Aus diesem Grund kennen wir die prekäre Situation von Geflüchteten, die durch den Ausbruch von Corona nochmals verschlimmert wurde und auf die Bereiche Integration, Arbeitsmarkt und Digitalisierung bemerkbar macht.

Obwohl bereits viel unternommen wird, sind die Bedarfe größer, vor allem was digitale Programme betrifft. Kindern, Jugendlichen und geflüchteten Erwachsenen müssen neben Endgeräten auch mehrsprachige Informationen zu digitalen Bildungsprogrammen erhalten und vor allem Hilfestellung bei der Bedienung und Benutzung dieser Programme erhalten. Auch die digitale Lehre müsste flächendeckend weiterentwickelt und verbessert werden.

Außerdem benötigen Geflüchtete mehr mehrsprachige Informationen zur Impfung gegen Corona, da derzeit viele Fehlinformationen kursieren. Sie müssen wissen, zu welcher Impfgruppe sie gehören und wie der Ablauf der Corona-Impfung ist. TANG fordert daher mehr proaktive Kampagnen und steht für eine Verbreitung der Informationen über das Netzwerk zur Verfügung.

Außerdem sprach ich das Fachkräfteeinwanderungsgesetz an. In der Corona-Zeit ist es vor allem wichtig digitale Sprachkursangebote weiterzuführen und zu optimieren. Die Krise kann auch eine Möglichkeit sein, diese Fortbildungsangebote zu verbessern und flächendeckend anzubieten. Nur wenn die Zielgruppen erreicht werden, können gemeinsame Projekte langfristig erfolgreich sein.

Zusammenfassend erklärt Bundeskanzlerin Merkel, dass gesellschaftlicher Zusammenhalt wichtig ist und „gesellschaftlicher Zusammenhalt heißt nicht, dass wir alle einig sind, sondern in den Dialog gehen und Kompromissbereitschaft zeigen“ Sie bedankt sich bei den vielen Verbänden und Organisationen, die Geflüchtete bei der Integration während der Corona-Zeit unterstützen. Die Vertreter aus allen Bereichen geben neue Impulse und Perspektiven, die dann in die Arbeit des Bundeskanzleramtes einfließen werden.

Neuigkeiten in der Rassismusbekämpfung

Wir freuen uns, dass es in Sachen Rassismusbekämpfung Neuigkeiten gibt:

Was haltet ihr von diesem Vorschlag? Wir freuen uns auf eure Rückmeldung bis Montag, 7. Februar unter info@tang-ev.de

Bleibt weiterhin gesund.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG