Dein EZ-Projekt – Schritt für Schritt

Wie wird aus einer tollen Idee ein erfolgreiches Projekt der Entwicklungszusammenarbeit? „Dein EZ-Projekt – Schritt für Schritt“ berät, unterstützt, begleitet und qualifiziert 170 ausgewählte ProjektiniatorInnen mit afrikanischen Wurzeln, die sich in der kommunalen Entwicklungszusammenarbeit und bei der Bekämpfung von Fluchtursachen  in ihren Herkunftsländern engagieren.

Das Projekt wird von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

Entwicklungsarbeit für Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz“ am 9. November in Dortmund

Wie können sich migrantische Akteure in die kommunale Entwicklungspolitik einbringen? Was können Migrantenorganisationen unternehmen, um die nachhaltige Entwicklung und den fairen Handel in den Ländern des globalen Südens voranzubringen?
Handfeste Antworten auf diese Fragen gaben die ProjektinitiatorInnen, die am Samstag in Dortmund beim EZ-Abschlussforum „Dein EZ-Projekt -Schritt für Schritt“ für Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ihre Projektideen für verschiedene afrikanische Länder vor knapp 100 Gästen präsentierten. 55 Projektanträge wurden in den beiden Bundesländern geschrieben. 53 Anträge sind bereits gestellt. 20 Anträge werden noch bearbeitet.
Kevin Borchers von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global betonte in seinem Grußwort, dass Migrantenorganisationen viel mehr als bloße Türöffner seien. Die afrikanische Diaspora habe ein enormes Potential, das genutzt und sichtbar gemacht werden müsse. Gefragt seien Kümmerer in den Kommunen und in der Zivilgesellschaft, die Strukturen schaffen, dank derer sich die Akteure regelmäßig treffen und austauschen können. „Migrantenorganisationen sind Schlüsselakteure der kommunalen Entwicklungspolitik“, betonte auch Dr. Sylvie Nantcha, die Bundesvorsitzende von TANG.
Zusammenarbeit auf Augenhöhe, eine bessere Sichtbarkeit von Projekten der afrikanischen Diaspora, ein Wandel des Afrikabildes in Deutschland, die Demonstration von Wissen und Expertise von Menschen aus dem globalen Süden – das waren die Stichworte, die bei der Podiumsdiskussion immer wieder zu hören waren.
Das entwicklungspolitische Potential der afrikanischen Community bewiesen die ProjektinitiatorInnen beim Markt der Möglichkeiten. Vorgestellt wurde zum Beispiel der Projektantrag des Vereins Afrika Forum Aachen für den Aufbau der „Equatorial Frutas Kooperative“, einer Frauenkooperative im Südwesten Kameruns, die bei der Produktion von Natursaft unterstützt werden soll. Der Verein Meinewelt will ein Begleitzentrum für Auszubildende und Meister im westafrikanischen Benin gründen. Eine gute Ausbildung soll die Handwerksberufe attraktiver machen, Arbeitsplätze schaffen und damit die Fluchtursachen von Jugendlichen verringen. Direkt an die afrikanische Diaspora in Deutschland wendet sich das Projekt „Gegen Illusionen“ des Vereins Kamerun Heritage Foundations (KAHEF) aus Dortmund. „Wir sind verantwortlich für das, was wir den Menschen in unseren Herkunftsländern über erzählen und was wir posten“, sagte Dr. Stanley Fokong Nyongamsen.
Das Projekt „Dein EZ-Projekt – Schritt für Schritt“ wird in sechs Bundesländern angeboten. Vorangegangen war der Präsentationen vier Seminare, in denen die TeilnehmerInnen für die Projektarbeit geschult wurden. Jeder Teilnehmer hatte zudem Anspruch auf fünf Stunden individuelle Beratung.
Das Projekt „Dein EZ-Projekt – Schritt für Schritt“ wird unterstützt von der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global und mit Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) gefördert.

 

Projektverantwortlicher Baden-Württemberg und Hessen:

James Njoroge, E-Mail:  bwh-ez-projekt@tang-ev.de

Projektverantwortliche Berlin und Niedersachsen:

Ameyo Dick, E-Mail: bn-ez-projekt@tang-ev.de

Projektverantwortlicher Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz:

Kevin Matuke, E-Mail: nr-ez-projekt@tang-ev.de