Internationale Wochen gegen Rassismus und Neuigkeiten zu COVID-19

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG,

heute ist der vorletzte Tag der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Wie bereits im letzten Mitgliederbrief erklärt, handelt es sich hierbei um Aktionswochen der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus, die alljährlich vom 15.-25. März stattfinden. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 22. März habe ich in den Sozialen Medien deutlich gemacht: „Die Bekämpfung des Anti-Schwarzen Rassismus in Deutschland geht nur gemeinsam!“

Außerdem wurde ich vom evangelischen Pressedienst gefragt, wie dringend Deutschland die Internationalen Wochen gegen Rassismus braucht. Auf diese Frage hin erklärte ich, dass Deutschland diese Wochen ganz dringend braucht, denn Deutschland hat ein Rassismusproblem. Das wurde nach den Vorfällen von Halle und Hanau von der Bundesregierung erkannt. Menschen haben tagtäglich mit Rassismus zu kämpfen und Rassismus gegen Schwarze ist eine von vier Formen des Rassismus, die bisher noch nicht genügend als Problem anerkannt wird. Dies liegt unter anderem daran, dass die Zahlen rassistischer Vorfälle kaum erfasst sind und diese Form des Alltagsrassismus dementsprechend noch nicht genug statistisch belegt ist.

Im Interview mit dem evangelischen Pressedienst kamen wir auch auf rassistische Wörter in Kinderbüchern zu sprechen. Es stellte sich die Frage, ob sich eine anti-rassistische Behandlung an einzelnen Wörtern festmacht und ob es gerecht ist, wenn rassistisch geprägte Wörter weiterhin in der Literatur auftauchen. In den Kinderbüchern „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ wird an einer Stelle das N-Wort genannt und in „Pippi Langstrumpf“ wurde das Wort „Negerkönig“ ausgetauscht gegen „Südseekönig“.

Diese bestimmten Wörter wurden in der Entstehungszeit der Bücher verwendet, aber sind für uns nach wie vor rassistisch. Ist es gerecht, wenn rassistisch geprägte Wörter überhaupt weiterhin in unserer Literatur auftauchen? Es ist unsere Position, dass alle Bücher, gleich ob Kinder- oder Erwachsenenbücher, grundsätzlich auf eine Rassismus-freie Sprache untersucht werden sollen. Außerdem gehört an erster Stelle die Streichung des N-Wortes. Denn wenn wir keine Änderungen vornehmen, reproduzieren wir die vorhandenen Strukturen. Sprache prägt unser Denken und Handeln und wir müssen vermeiden, dass Menschen nächster Generationen auf die Idee kommen, dieses Wort zu benutzen.

Unsere Forderung ist, dass das N-Wort – wie bereits von TANG gefordert – aus allen Kinderbüchern gestrichen werden soll und alle Kinderbücher auf eine Rassismus-freie Sprache überprüft werden. Außerdem fordern wir, dass sich Erzieher und Lehrer mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen. Dieses Thema gehört früh auf den Bildungspunkt, denn wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft, in der wir die Realität nicht still schweigen, sondern zur Sprache bringen sollten. Diese Wochen sind daher eine gute Gelegenheit über Rassismus sowie über die Diversität und die Zukunft Deutschlands zu sprechen.

Wir freuen uns auch Ihren Standpunkt hinsichtlich der Kinderbuchdebatte zu erfahren. Schreiben Sie uns! (info@tang-ev.de)

Gremienarbeit

Am 22. März tagte die Fachkommission Fluchtursachen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Als Bundesvorsitzende von TANG ließ ich bei der Sitzung die Expertise und Perspektive der afrikanischen Diaspora in Deutschland einfließen

Im Rahmen des Integrationsgipfels vorletzte Woche, über den wir schon in den letzten Mitgliederbriefen berichtet haben, möchte ich noch einen weiteren Beitrag schildern. Prof Dr. Karim Fereidooni lud uns Teilnehmer zu einer Fantasiereise ein. Diese Fantasiereise sollte es ermöglichen, uns Deutschland in seiner bestmöglichen Version zu imaginieren. Er sieht Fantasie und die Vorstellungskraft des Menschen als wichtiges Tool an, um eine bessere und offenere Gesellschaft herbeizuführen. In seinem Beitrag stellte er fest, dass die menschliche Vorstellungskraft Konzepte von Zusammenleben und von Gesellschaft entwickeln kann, an der alle Menschen teilhaben können. Er zeigte aber auch die negativen Seiten von menschlicher Fantasie: Gewaltvolle Fantasien, die zum Beispiel zum Kolonialismus, zum Holocaust, zur NSU oder zu rassistisch motivierten Taten geführt haben. Rassistische Fantasien wurden genutzt und können auch leider weiterhin genutzt werden, um andere Menschen als weniger wert darzustellen, so entstehe Rassismus durch die Fantasie Weißer Menschen über Schwarze Menschen oder People of Color. Es sei daher wichtig zu reflektieren, welche ausgrenzenden Fantasien uns beigebracht wurden und wie wir diesen durch positive Fantasien entgegenwirken können. Seiner Ansicht nach gibt es keine machtfreien Räume, keine Räume ohne Rassismus, Klassismus und Heteronormativität. Sein Wunsch an die Politik ist daher auch, dass sich die Entscheidungsträger*innen mit ihren eigenen Rassismusfantasien auseinandersetzen und diese Narrative nicht im Wahlkampf verwenden. Auch er knüpft an die Philosophie von Ubuntu an: „Ich bin, weil du bist. Du bist, weil ich bin.“ Er thematisiert in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer Solidargemeinschaft und sagte auch „ich muss andere nicht abwerten, um zu wissen wer ich bin“. Diversitätssensibilität ist seiner Meinung nach einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine gesellschaftliche Teilhabe aller in Deutschland lebenden Menschen.

Neuigkeiten aus den Projekten

Am Samstag, den 20.03 fand eine Schulung zum Thema „Beratungsprotokoll für Multiplikatoren und Kooperationspartner“ im Rahmen des Projekte AfrikaPlus#homeishome statt, bei welcher 77 Kooperationspartner und Multiplikatoren teilnahmen.

Viele Afrikanische Vereine leisten eine hervorragende Arbeit, welche jedoch oft aufgrund fehlender Dokumentation nicht sichtbar wird. Genau aus diesem Grund haben wir unsere KPs und MPs letzten Samstag darin geschult, wie man Beratungsprotokolle richtig und vollständig ausfüllt. Das Beratungsprotokoll wurde Schritt für Schritt besprochen, sodass keine Missverständnisse entstehen. Die Teilnehmer haben sich aktiv an der Schulung beteiligt, Fragen gestellt und großes Interesse an dem gesamten Projekt gezeigt. In diesem Sinne möchten wir uns nochmals bei allen Partner*nnen von AfrikaPlus bedanken.

Wie Sie aus den Nachrichten bereits wissen, befinden wir uns in Deutschland bereits in der sogenannten dritten Welle der Pandemie oder zumindest stehen wir kurz davor. Die Fallzahlen steigen und die Mutationen breiten sich aus.

Zusammen müssen wir nun gegen die 3. Welle anhalten. Dazu gehören Abstand, Hygiene, Maske und häufiges Lüften der Innenräume. Bitte erkundigen Sie sich auch weiterhin über die aktuellen Verordnungen von Bund und Länder. Seit 3. März haben Sie Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche. Auskunft über die Teststationen und die Terminvergabe finden Sie auf der Internetseite Ihrer Stadt. Achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen und bleiben Sie gesund!

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

Internationale Wochen gegen Rassismus

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG,

haben Sie letzten Sonntag auch gewählt? Wir hoffen, dass Sie sich zahlreich bei der Landtagswahl in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beteiligt und gewählt haben. Wie bereits berichtet, hat TANG in einer Aktion auf Facebook deutlich gemacht, warum jede Stimme zählt und Ihre Wahlbeteiligung wichtig ist.

Integrationsgipfel

Über den Integrationsgipfel am 9. März habe ich bereits im letzten Mitgliederbrief berichtet. Heute möchte ich noch einen weiteren und wichtigen Beitrag ausführen. Zum Thema Teilhabe und Diversität hat sich der Schauspieler Tyron Ricketts geäußert, dass mehr Diversität in der Rollenvergabe in den deutschen Medien aussteht. Auch er als schwarzer Schauspieler möchte gerne einmal einen Bürgermeister spielen.

Im Kolonialismus und in der vorkolonialen Ära musste ein Weltbild geschaffen werden, in denen alle Weißen Menschen Subjekte und alle anderen Menschen Objekte sind, um die damaligen Machtverhältnisse zu rechtfertigen. Diese Art struktureller Rassismus wirkt bis heute nach und dies zeigt sich besonders in der Diskrepanz zwischen der erlebten Welt und der Welt im Film und Fernsehen.

Heutzutage lässt sich eine Veränderung der Kommunikationsmedien feststellen: Wir kommunizieren im Internet und sozialen Netzwerken. Dadurch werden Stimmen, die ehemals nicht gehört wurden, plötzlich laut. Diese neue gelebte Realität, die durch die neue Kommunikationsform entsteht, wird allerdings noch nicht genügend in Film und Fernsehen und den öffentlichen Medien in Deutschland widergespiegelt. Hierfür müssen wir uns laut Ricketts zusammen für eine neue Erzählung einsetzen, denn wir tragen alle zu einer Neuerzählung von Deutschland bei. Ein Vorschlag von ihm war es, dass auch das Team, das hinter Produktionen steht, diverser werden muss.

Für Menschen, die ihr Leben lang privilegiert waren, fühlt sich Gleichberechtigung zunächst als Verlust an; Die Teilhabe aller Menschen ist die Lösung: Wir müssen eine gleiche Teilhabe erreichen, damit die Tische, an denen Entscheidungen getroffen werden, gleichmäßig besetzt sind. Entscheidungsträger*innen in Produktionsfirmen brauchen auch Diversitätserfahrungen –trainings, damit sich die Gesamtbevölkerung angesprochen und repräsentiert fühlt. Eine gemeinsame Erzählung, in der wir alle vorkommen, ist das Ziel für die Zukunft.

Bei diesem Ziel steht das Bundesnetzwerk TANG voll und ganz dahinter.

Internationalen Wochen gegen Rassismus

Vom 15. bis 25. März 2021 finden die internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Dies sind Aktionswochen der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus, die alljährlich um den 21. März, den Internationalen Tag gegen Rassismus, stattfinden. In Deutschland wurden die Aktivitäten um die Internationale Woche gegen Rassismus bzw. den Internationalen Tag gegen Rassismus seit seiner Gründung durch Jürgen Micksch 1994 vom Interkulturellen Rat in Deutschland e.V. koordiniert. Der Interkulturelle Rat gab Anregungen für Veranstaltungen und Themen, vernetzte Aktive und Interessierte, dokumentierte die deutschlandweit stattfindenden Veranstaltungen und machte durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit das gesellschaftliche Engagement während der Aktionswochen sichtbar.

Anlässlich der Internationalen Woche starte TANG eine Facebook-Aktion „Ich erhebe meine Stimme gegen Rassismus“.

In Deutschland nehmen derzeit die Zahlen an Corona-Erkrankten wieder stark zu. Wir möchten Sie daher bitten, weiterhin sorgsam zu sein. Außerdem laden wir Sie ein, sich über die Verordnungen von Bund und Landesregierungen zu informieren. Den Kampf gegen Corona können wir nur gemeinsam schaffen. Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche und sende freundliche Grüße

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

13. und letzter Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG

Der 13. Integrationsgipfel fand gestern zum letzten Mal mit der Bundeskanzlerin statt.

In ihren einführenden Worten erinnerte die Bundeskanzlerin daran, dass sie gleich zu Beginn ihrer Amtszeit 2005 das Thema Integration zur Chefsache gemacht hat. So hat sie 2005 das Amt der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Bundeskanzleramt angesiedelt und als Staatsministerin in der Bedeutung aufgewertet. Im folgenden Jahr startete der erste Integrationsgipfel mit Vertreter*innen aus Politik, Medien, Migrantenverbänden, sowie Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Sportverbänden im Bundeskanzleramt. Seit diesem Auftakt diskutieren verschiedene Akteur*innen mit der Bundeskanzlerin darüber, wie wir gemeinsam Integration und Zusammenleben erfolgreich in Deutschland gestalten können.

Im Rahmen des gestrigen Integrationsgipfels wurden vor allem die Phasen 4 und 5 des Nationalen Aktionsplans Integration mit den Schwerpunkten „Zusammenwachsen und Zusammenhalt entwickeln“ diskutiert. Die Bundeskanzlerin betonte, dass Integration nicht nur bestimmte zugewanderte Gruppe betrifft, sondern die ganze Gesellschaft. Alle müssen zusammenarbeiten. Der National Aktionsplan Integration ermöglicht es uns durch verschiedene Aktionspläne die Integrationspolitik praktischer zu gestalten. Hierfür muss Integration systematisch gefördert werden. Integration ist für alle eine Herausforderung, aber sie kann auch ein Gewinn sein, wenn sie gelingt. Jede/r mit oder ohne Migrationsgeschichte muss sich respektiert und zugehörig fühlen können. Gewalt, Anfeindungen, Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art stehen dem gesellschaftlichen Zusammenhalt entgegen.

Im Rahmen des Integrationsgipfels 2020 hat Die Bundeskanzlerin einen Bundeskabinettausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus gebildet, der 89 Maßnahmenverabschiedet hat.

Dieser Gipfel soll starkes Symbol für ein Miteinander setzten, betonte die Kanzlerin. Deshalb ist es wichtig, dass alle Anwesenden Ihre Meinung und Perspektive frei äußern. Erst durch Reibung und unterschiedlichen Wahrnehmungen kann richtiger Zusammenhalt werden

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Annette Widmann-Mauz bedankte sich für das Engagement aller Teilnehmer*innen in den letzten Jahren und für die Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Integration.

Sie betonte, dass Migrantenorganisationen eine wichtige Rolle in der Verbreitung von Informationen und Corona-Schutzmaßnahmen an die Zielgruppen spielen. Auch bei der Entwicklung des Impfstoffs haben die Nachkommen von Migranten*innen eine Vorreiterrolle in Deutschland und in der ganzen Welt gespielt. Auf die Frage, worauf es bei Integration ankommt erklärte sie, dass niemand die eigene Zuwanderungsgeschichte verstecken sollte. Es geht um Zugehörigkeit und Einheit in Vielfalt. Alle Menschen müssen Chancen haben und diese nutzen, sich einbringen und das Beste aus den Chancen machen. Partizipation in der Gesellschaft muss für alle unabhängig der Herkunft möglich sein. Dabei geht es um den Zugang zum Arbeitsmarkt, das Erlernen der Sprache, aber auch um gleichberechtigte Teilhabe in Sport, Kultur, Medien, Wirtschaft und Politik, im öffentlichen Dienst und in der Wirtschaft. Es geht aber auch um die Anti-Diskriminierungs-Arbeit.

Die Staatsministerin erinnerte an die Ziele des National Aktionsplans Integration: Egal welche Herkunft jemand hat, alle sollen teilhaben können und teilnehmen.  Alle Berieche der deutschen Gesellschaft sollen die Vielfalt widerspiegeln. Es müssen Zugänge und Zugehörigkeit für alle geschaffen werden.

Sie kündigte den Start der Einbürgerungsoffensive der Bundesregierung an: Alle, die seit vielen Jahren hier leben und hier ihren Lebensunterhalt verdienen und die Werte teilen, sollen Deutsche werden. Die Kampagne soll aber auch die Vernetzung der Ausländer- und Einbürgerungsbehörden verbessern. Sie betrachtet die Einbürgerung ist ein zweiseitiges Bekenntnis und sagt: „Wir können verschieden sein, aber zusammen sind wir Deutschland“

In meiner Rede bedankte ich mich im Namen von TANG bei der Bundeskanzlerin für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Unterstützung der letzten Jahre beim Integrationsgipfel. TANG ist seit 2013 dabei und hat mitverfolgen können, wie die Integrationsdebatte in Deutschland auch im Rahmen der Integrationsgipfel bis heute sich positiv weiterentwickelt hat. Beim letzten Integrationsgipfel 2020 durfte ich im Anschluss an der Pressekonferenz der Bundeskanzlerin teilnehmen. Und habe betont, dass Deutschland ein Rassismusproblem hat. Wir sind aber dankbar, dass der Kabinettsausschuss, den Mut hatte, den Anti-Schwarzen Rassismus in Deutschland zu erkennen, benennen und bekämpfen und diesbezüglich 89 Maßnahmen verabschiedet hat. Das Bundesnetzwerk möchte als Migrantenorganisation an der Debatte, aber auch an der Umsetzung der Inhalte und der Weiterentwicklung der 89 Maßnahmen beteiligt sein. Wir wollen nicht nur Ideengeber sein und bleiben, sondern Teil der Umsetzung der 89 Maßnahmen des Kabinettausschusses zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus werden. Deshalb appellierte ich an die zuständigen Bundesministerien Kontakt mit uns und anderen MOs aufzunehmen.  Wir arbeiten gerne gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen an Lösungen von gesellschaftlichen Problemen. Wir wollen aber auch Teil der Umsetzung dieser Lösungen sein.

Ich bedankte mich beim Gesundheitsminister Spahn, der unserer Aufforderung die Impfkampagne mehrsprachig zu gestalten, gefolgt ist und forderte die Staatsministerin auf, auch die Einbürgerungsoffensive mehrsprachig zu gestalten. Die Vielfalt unserer Gesellschaft soll sich auch in den Sprachen widerspiegeln, die wir für die Verbreitung von Informationen verwenden.  Gleichberechtigte Teilhabe setzt voraus, dass alle gut informiert sind, denn Wissen ist Macht.

Wir finden die politische und gesellschaftliche Teilhabe von MOs richtig und wichtig. Sie bedarf aber eine nachhaltige und strukturelle Finanzierung.

Wir gestalten die Zukunft Deutschlands. Und zwar im Sinne der Ubuntu-Philosophie: „Ich bin, weil du bist. Du bist, weil ich bin.“ Wir MOs arbeiten daran, dass es kein „Wir“ und „Ihr“ in unserer Gesellschaft mehr gibt. Wir setzen uns dafür ein, damit wir alle zusammen Deutschland werden.“

„Zum Schluss des Gipfels verabschiedete sich die Kanzlerin mit dem folgenden Statement: Es wurde einiges erreicht seit dem ersten Integrationsgipfel, das Selbstbewusstsein von Menschen mit Migrationshintergrund ist gewachsen, die sog. „Mehrheitsgesellschaft“ hatte viele Aufgaben. Es ist immer wichtig beide Seiten der Medaille zu sehen, was ist gut gelaufen und wo muss man weitermachen? Die Frage des Rassismus und der Vorurteile hat sich verstärkt und die Aufgabe, die wir vor uns haben ist dadurch nicht kleiner geworden. Die Arbeit bleibt sehr wichtig, das Thema muss weiterhin auf der Tagesordnung bleiben. Wir brauchen jede Stimme aus diesem Kreis. Jede Bundesregierung wird das Thema weiterführen! Alles Gute und vielen Dank!“

Wir wünschen unserer Kanzlerin Angela Merkel alles Gute und hoffen, dass die nächste Bundesregierung das Thema Integration mit der gleichen Intensivität behandelt.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund.

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende

Erinnerung an die Pressekonferenz

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG,

diese Woche haben wir wieder besondere Neuigkeiten für Sie. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass unser Projekt „AfrikaPlus #homeishome# offiziell gelauncht wurde.

Auftakt des neuen Projektes „AfrikaPlus #homeishome“ 

Ich stellte als Bundesvorsitzende von TANG anlässlich der Expertengremiumssitzung von Bund und Ländern am 3. März 2021 das neue vom BAMF und BMI geförderte Projekt AfrikaPlus #homeishome vor.

AfrikaPlus #homeishome ist ein Pilotprojekt vom Bundesnetzwerk TANG, das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 2020-2021 gefördert wird. Es wurde von Expert*innen aus den afrikanischen Communities in Deutschland entwickelt, um geflüchtete Menschen aus afrikanischen Communities, die in ihr Heimatland zurückkehren möchten, über bestehende Rückkehr- und Reintegrationsprogramme zu informieren.   Das Projekt thematisiert das Thema Freiwillige Rückkehr in der afrikanischen Community und analysiert alle bestehenden Rückkehrprogramme und führt sie in einem Informationspaket zusammen.

Das besondere an AfrikaPlus ist, dass es einen neuen Ansatz schafft, wie die Zielgruppe auf bestehende Informationen zugreifen kann und erschließt neue Wege zu Rückkehrberatungsstellen. Darüber hinaus erfasst es die Bedarfe von potenziellen Rückkehrenden und wertet diese Bedarfe wissenschaftlich aus, um Empfehlungen für die Optimierung der Programme zu geben.

Nach einer Präsentation stellten die einzelnen Vertreter der Bundesländer weitere Fragen zum Projekt und wie TANG in den jeweiligen Bundesländern aufgestellt ist.

Aktion TANG von Baden-Württemberg zur Wahlbeteiligung

Am 14. März 2021 finden Landtagswahlen in Baden-Württemberg statt. TANG lädt alle Wahlberechtigte ein: Gehen Sie wählen! Für die Briefwahl müssen Sie

    1. einen Wahlschein bei Ihrer Gemeinde beantragen

    2. die Wahlunterlagen ausfüllen

    3. den Wahlbrief rechtzeitig abschicken oder abgeben

Es gibt viele gute Gründe zu wählen. Verschenken Sie keine Stimme und gehen Sie wählen.

Wir möchten Sie an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das Jahr 2021 ein sogenanntes „Superwahljahr“ ist. Dies bedeutet, dass neben der Bundestagswahl im September weitere Wahlen auf Landesebene in den folgenden sechs Bundesländern stattfinden: Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.

Nehmen Sie auch in Ihrem Bundesland die Gelegenheit zur Wahl wahr und machen Sie mit bei der TANG Aktion zur Wahlbeteiligung in Ihrem Bundesland.

Erinnerung an die Pressekonferenz bei der Bundeskanzlerin

Genau heute vor einem Jahr einen nahm ich bei der Pressekonferenz der Bundeskanzlerin im Bundeskanzleramt in Berlin teil und äußerte folgendes Statement: „Deutschland hat ein Rassismus-Problem und die Bundesregierung muss entschieden dagegen kämpfen.“

Daraufhin wurde die Einrichtung eines Bundeskabinetts zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung angekündigt. Ein Jahr danach können wir die erfolgreiche Einrichtung des Kabinetts und den Beschluss von 89 Maßnahmen blicken. Freudig erwarten wir die Umsetzung des Maßnahmenpaketes in der Zusammenarbeit mit TANG.

Heute findet eine weitere Pressekonferenz zur Corona-Lage statt. Es werden neue Verordnungen bekannt gegeben. Wir laden Sie ein, sich über die Verordnungen von Bund und Landesregierungen zu informieren. Den Kampf gegen Corona geht nur gemeinsam. Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen.

Ich wünsche Ihnen nun eine gute Woche und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

Dialogrunde mit der Staatsministerin Annette Widmann-Mauz

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG

diese Woche fanden zwei besondere Ereignisse statt, über die wir Sie informieren möchten. Zum einen gab es ein Austauschtreffen von TANG mit der Staatsministerin Annette Widmann-Mauz und außerdem organisierte TANG einen Lunch Talk mit Dr. Nicole Hirschfelder.

Gespräch mit der Staatsministerin Annette Widmann-Mauz

Am 24. Februar fand ein Austauschtreffen der Staatsministerin des Bundeskanzleramtes Annette Widmann-Mauz mit Vertreter*innen von Migratenorganisationen statt, um über aktuelle Themen und Herausforderungen in der Corona-Pandemie zu sprechen.

Gerade die Corona-Zeit stellt Integration auf eine harte Probe und die Staatsministerin bedankt sich für den Einsatz der Bürger, die ihr Bestes geben, um das Land am Laufen zu halten. In den systemrelevanten Berufsgruppen wie beispielsweise Logistik, Pflege und Supermärkte gibt es sehr viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte, die einen wichtigen Beitrag leisten. Widmann-Mauz betont, dass wir nur durch Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung die Krise bewältigen: „Wir müssen nicht nur im Kampf gegen die Viren zusammenhalten, sondern auch bei der Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus.“ Der Anschlag von Hanau vor einem Jahr bietet nicht nur Anlass, dass man den Opfern von Rechtsextremismus und Rassismus gedenkt, sondern zeigt auf, dass es notwendig ist, Verantwortung zu übernehmen, weiterhin Rassismus immer und überall zu bekämpfen.

Dafür hat das Kabinett 89 konkrete Maßnahmen beschlossen und arbeitet nun an deren Umsetzung in den folgenden drei Handlungsfeldern: 1. Hilfe für Opfer, 2. Ausbau der Forschung zu Rassismus und 3. Stärkung der Vielfalt und des Zusammenhalts in allen Bereichen. Dabei sind die wichtigsten Instrumente Diversitätsstrategien, Antidiskriminierungsmaßnahmen und eine Einbürgerungsstrategie. Frau Widmann-Mauz hebt hervor, dass bei dem Beschluss und der Umsetzung der Maßnahmen die Kommunikation auf Augenhöhe stattfindet und erklärt, wie wichtig es ist, dass Migrantenorganisationen wie TANG gehört werden: „Es handelt sich nicht um eine Einbahnstraße, sondern um einen Austausch.“

In der Zukunft stehen für die Staatsministerin neben der interkulturellen Öffnung in der Bundesverwaltung auch eine „Einbürgerungsoffensive“ im Fokus. Sie will die Kluft zwischen Einbürgerungsberechtigten und Einbürgerungen kleiner machen und sieht die Einbürgerung als die „Krönung“ von Integration. Sie ist verbunden mit vielen Rechten, weiß aber auch, dass die Einbürgerung das Ergebnis eines Prozesses ist. Darüber hinaus erkundigte sie sich bei den Vertretern der Migrantenorganisationen nach konkreten Herausforderungen in der aktuellen Lage.

Ich vertrat TANG und stellte unsere Position dar. Ich erklärte zu den Maßnahmen im Kabinettausschuss, dass wir als TANG die Bekämpfung von Rassismus als wichtiges Ziel sehen und durch die Übernahme der von uns gestellten 12 aus 14 gestellten Forderungen in den Maßnahmenkatalog fühlen wir uns von der Bundesregierung ernst genommen. Nun ist es wichtig, dass wir auch bei der Umsetzung der 89 Maßnahmen beteiligt sind. Außerdem sprach ich das Thema Bildungssituation von Migrantenkindern an. Immer noch fehlt es an Digitalisierung sowohl in Form von Ausstattung (Endgeräte für Schüler und Schülerinnen, Server für Schulen) als auch an Kompetenzen (Anwendung, digitale Lehrkonzepte). Wir können nicht zulassen, dass Kinder in der Schule oder in den Haushalten vom Online-Unterricht abgekoppelt werden, weil sie nicht problemlos dem Unterricht folgen können. Dieses Thema muss auch auf die Tagesordnung der Kulturministerkonferenz (KMK) gebracht werden.

Ich wies auch auf die besondere Situation auf die Notwendigkeit der mehrsprachigen Aufklöruung zum Thema Impfung und auf den großen Bedarf von medizinischen Masken innerhalb der Community.

Zuletzt wurden zwei Beiträge zur politischen Bildung und Partizipation präsentiert. Dabei wurde deutlich, dass sich Menschen mit Zuwanderungsgeschichte meist durch die politischen Akteure nicht repräsentiert sehen und dadurch kein Vertrauen in Politiker haben. Weiterhin baut sich deshalb eine emotionale Distanz zu politischem Engagement auf. Die Vize-Chefin der Bundeszentrale für politische Bildung Frau Cemile Giousouf möchte aus diesen Gründen mehr informieren und motivieren und führt derzeit Modellprojekte durch. Frau Prof. Bendel von der Universität Erlangen-Nürnberg fasst die Ergebnisse ihrer Studie wie folgt zusammen: „Es gibt einen Zusammenhang zwischen politischer Aktivität und zivilgesellschaftlichem Engagement wie beispielsweise Vereinsarbeit oder Ehrenamt.“ Folglich sollen mehr Träger für die Durchführung von Angeboten zu politischer Teilhabe und Engagement beteiligt sein.

TANG Lunch Talk zum Black History Month

Wir freuen uns sehr darüber, dass wir am Montag, den 22. Februar unseren ersten TANG Lunch Talk zum Thema „Weiße Solidarität und die Black Lives Matter Bewegung“ mit Dr. Nicole Hirschfelder und zahlreichen Zuhörer*innen und geführt haben. Dr. Hirschfelder hat die Unterschiede und Gemeinsamkeiten der Black Lives Matter Bewegung in den USA und in Deutschland herausgearbeitet und ist auf die Bedeutung Weißer Solidarität für die Bekämpfung von Rassismus eigegangen. Mithilfe von Weißer Solidarität, die über kurzzeitige Unterstützung hinausgehen muss, kann die Black Lives Matter Bewegung auch in Zukunft viele positive Veränderungen herbeiführen. Notwendig ist aber, dass sich alle aktiv anti-rassistisch handeln:  „All Lives Matter When Black Lives Matter“: Frau Dr. Hirschfelder ist wie wir der Ansicht, dass das Leben aller Menschen von Bedeutung ist, dass aber gerade marginalisierte Gruppen besonders gestärkt werden müssen.

Zu diesem Thema wurde auch auf „gaslightning“ eingegangen. Unter diesem Begriff versteht man eine Form psychischer Gewalt mit der Opfer manipuliert werden. Ein Beispiel dafür ist, wenn Opfer rassistischer Bemerkungen eingeredet wird, dass solche Bemerkungen doch nicht so schlimm seien.

Wir bedanken uns bei Dr. Hirschfelder und den Zuhörenden für den spannenden Vortrag und Diskussion.

Darüber hinaus haben wir anlässlich des Black History Month auch auf unserer Facebook-Seite 15 aktive afrodeutsche Vereine und Unternehmer*innen präsentiert.

Genießen Sie die Sonnenstrahlen und bis nächste Woche!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

TANG feiert den Black History Month

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG,

jedes Jahr wird in Deutschland der Februar als  Black History Month begangen, das heißt, dass im Monat Februar besonders der Schwarzen Geschichte gedacht wird. Der Black History Month ist zunächst in den 1920er Jahren in den USA entstanden. Diese Feierbewegung schwarzer Geschichte in den Vereinigten Staaten wurde von Carter G. Woodson initiiert, womit er die breite Öffentlichkeit auf den Beitrag von Afroamerikanern zur Geschichte ihres Landes aufmerksam machte. Seit den 1990ern ist der Black History Month auch in Deutschland ein fester Bestandteil und zahlreiche Veranstaltungen finden hierzu statt.

Wir von Bundesnetzwerk TANG werden diese Aktion und Idee für Deutschland aufgreifen und in diesem Monat aktive Vereine und Unternehmen der schwarzen Community Deutschlands auf unseren sozialen Medien vorstellen. Schauen Sie doch gerne auf Facebook und Instagram von The African Network of Germany und finden Sie heraus, welche Vereine und Unternehmen vorgestellt werden.

Wenn Sie Teil dieser Aktion sein wollen, senden Sie uns bitte den Link Ihrer Website und 5 Sätze zu Ihren Aktivitäten auf info@tang-ev.de zu.

TANG Lunch Talk zum Black History Month

Zusätzlich haben wir uns noch eine weitere Aktivität zum Black History Month für Sie einfallen lassen. Daher möchten wir Sie herzlich zum ersten TANG Lunch Talk einladen.

Am Montag, den 22. Februar 2021 von 12-12:45 Uhr wird Dr. Nicole Hirschfelder, Professorin für Amerikanische Kultur und Literatur an der Universität Tübingen, über weiße Solidarität und die Black Lives Matter-Bewegung berichten. Sie wird in diesem Zusammenhang auch für eine Fragerunde zur Verfügung stehen.

Ihr wissenschaftlicher Schwerpunkt liegt darüber hinaus auf der Bürgerrechtsbewegung. Ihre Dissertation behandelte den afroamerikanischen Bürgerrechts-Aktivist Bayard Rustin, der hauptsächlich hinter den Kulissen wirkte. Er war Vorbereiter und treibende Kraft der Bürgerrechtsbewegung und beriet Martin Luther King, Jr. in Fragen des gewaltfreien Widerstandes.

Ich hoffe, dass Sie zahlreich erscheinen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Aktion #MeineStimmeGegenHass

Machen Sie bei der Initiative #MeineStimmeGegenHass zum Jahrestag des rassistischen Anschlags von Hanau mit.

Anlässlich des Jahrestages des rassistischen Anschlags im hessischen Hanau, bei dem am 19. Februar 2020 neun Menschen und die Mutter des Täters ermordet wurden, ruft die Initiative #MeineStimmeGegenHass der Deutschlandstiftung Integration erneut dazu auf, die eigene Stimme zu erheben und sich klar gegen Hass, Hetze und Rassismus zu stellen.

Über 50 prominente Unterstützerinnen und Unterstützer geben der Initiative ihre Stimme und stellen sich klar gegen Hass und Hetze. Mit dabei sind neben Integrationsstsstatsministerin Widmann-Mauz, mehreren Bundesministerinnen und -ministern u.a. die Schauspielerin Iris Berben, der Präsident des DFB Fritz Keller, der Sänger Max Raabe, der Fußball-Nationalspieler Robin Gosens und die Bundesvorsitzende von TANG Dr. Sylvie Nantcha.

TANG läd Sie ein, bei der  #MeineStimmeGegenHass am 19. Februar mitzumachen und Ihre Stimme zu erheben. Mehr Infos unter: www.meinestimmegegenhass.de

Unabhängige Fachkommission der Bundesregierung zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit

In der im Koalitionsvertrag vereinbarten Fachkommission erarbeiteten 24 Mitglieder aus Wissenschaft und Praxis einen Bericht mit mittel- bis langfristigen integrationspolitischen Empfehlungen. Am 20. Januar 2021 hat die unabhängige Fachkommission ihren Bericht an die Bundesregierung, den Deutschen Bundestag und Bundesrat übergeben.

Mehr Infos unter:

https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/downloads/DE/veroeffentlichungen/themen/heimat-integration/integration/bericht-fk-integrationsfaehigkeit.html

Studie „ Was eint die Einwanderungsgesellschaft?“

Die Konrad-Adenauer-Stiftung veröffentlichte Ende Januar eine repräsentative Umfrage zu Einstellungen, Glaube und Wertorientierungen von Bürgerinnen und Bürgern mit und ohne Migrationshintergrund.

Die Ergebnisse der repräsentativen Umfrage sind:

„Deutsche ohne Migrationshintergrund sind im Schnitt weniger religiös als Spätaussiedlerinnen und Spätaussiedler und Personen mit russischem, polnischem und türkischem Migrationshintergrund. Zudem beten sie seltener. Am stärksten ausgeprägt ist die Religiosität bei türkischstämmigen Migrantinnen und Migranten, von denen sich 82 Prozent als etwas oder sehr religiös bezeichnen, und gut jede(r) Zweite angibt, täglich zu beten.

Personen mit Migrationshintergrund weisen tendenziell traditionellere gesellschaftliche Einstellungen auf. Alle untersuchten Zuwanderergruppen sind zurückhaltender in Bezug auf Sterbehilfe und stimmen häufiger zu, dass Kinder unter drei Jahren zu Hause betreut werden sollten.“

Lesen Sie die gesamte Studie hier: https://www.kas.de/de/einzeltitel/-/content/was-eint-die-einwanderungsgesellschaft 

Klausurtagung „WIDU“

Am 11. Februar fand die erste Klausurtagung in 2021 des Projektes „WIDU“ gefördert durch die giz (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) statt. Zusammen mit allen Projektmitarbeitern wurde in der digitalen Besprechung festgelegt, welche Schritte als nächstes anstehen.

Zunächst drehte sich die Diskussion um den Verwendungsnachweis und die Leitlinien der giz. Dabei wurden sowohl die Wichtigkeit von Vorlagen als auch die Einheitlichkeit von Dokumenten hervorgehoben. Danach ging es an die Planung der Aktivitäten des ersten Halbjahres. Außerdem wurden Meilensteine für dieses Jahr definiert und festgelegt.

Die Klausurtagung wurde erfolgreich durchgeführt und alle Projektmitarbeiter waren einbezogen. Ich danke allen für den wunderbaren Ideenaustausch.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG