TANG fordert Mindeststandards für alle Flüchtlingsheime in Deutschland

Angesichts der hochproblematischen Ansteckungsgefahr in allen Flüchtlingsheimen und Flüchtlingsunterkünften in Deutschland hat The African Network of Germany e.V., das Bundesnetzwerk TANG, in einem Positionspapier Mindeststandards für Asylbewerber-Massenunterkünfte in Zeiten der Corona-Pandemie erarbeitet.

Wir fordern den Bund und die Länder dringend auf, die Situation in den großen Einrichtungen zu entzerren und für die Einhaltung der Mindeststandards zu sorgen, um eine weitere Ausbreitung der Corona-Pandemie zu verhindern.

Beengte Verhältnisse, viele Betten in einem Schlafraum, gemeinsam genutzte Sanitäranlagen und Sammelküchen: Die Bewohner von Flüchtlingsheimen und Flüchtlingsunterkünften sind einem massiven Risiko ausgesetzt, mit dem Corona-Virus infiziert zu werden. Abstandsgebot und Kontaktauflagen können in den Heimen kaum eingehalten werden.

Tritt ein Infektionsfall auf, stecken sich schnell viele weitere Personen an. Nach einer Studie der Universität Bielefeld ist das Risiko einer Ansteckung in einem Flüchtlingsheim im Schnitt etwa so hoch wie auf einem Kreuzfahrtschiff. Die Massenunterkünfte können zum Corona-Hotspot werden.

The African Network of Germany e.V., das Bundesnetzwerk TANG, ist mit mehr als 800 Mitgliedern das größte Netzwerk afrikanischer Vereine in Deutschland. Seit 2016 hat TANG in seinen Projekten „Menschen stärken Menschen“ und „Gemeinsam für mehr Teilhabe“ mehr als 5000 Geflüchtete begleitet und betreut.

Das Positionspapier ist unter diesem Link zu finden:

http://tang-ev.de/was-wir-wissen/positionspapiere/ ‎