Demokratie Leben, AfrikaPlus, Menschen stärken Menschen

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG

am 1. Mai 2021 haben wir den Tag der Arbeit gefeiert. Wir wünschen allen Mitarbeiter*innen von TANG und allen Arbeiter*innen nachträglich alles Gute und vor allem Gesundheit in diesen schweren Corona-Zeiten. Wir rufen alle auf, nicht pandemiemüde zu werden, denn das Corona-Virus wird es nämlich nicht. Doch es wird besser, wenn wir zusammenhalten und uns an die Verordnungen der Bundes- und Landesregierungen halten.

Diese Woche haben wir wieder besondere Neuigkeiten aus unseren Projekten Demokratie Leben, AfrikaPlus und Menschen stärken Menschen für Sie.

Menschen mit sozialwissenschaftlichem Background gesucht!

Wir suchen von Mai bis Juli 2021 für die qualitative Auswertung unserer Umfrage im Rahmen unseres Projektes Demokratie Leben Menschen aus der afrikanischen Community mit sozialwissenschaftlichem Background, mit Erfahrung im Bereich Rassismus-Theorie und -forschung mit sehr guten Deutschkenntnissen in Wort und Schrift. Bewerben Sie sich mit einem Anschreiben und Lebenslauf an: info@tang-ev.de. Unser Projekt Demokratie Leben wird vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Aus unserem Projekt AfrikaPlus #homeishome

Das Projekt AfrikaPlus #homeishome, das vom BAMF gefördert wird, ist in vollem Gange. Letzten Donnerstag am 29.04. durfte ich, als Bundesvorsitzende von TANG, das Projekt AfrikaPlus #homeishome im Rahmen des Praxisnetzwerks Rückkehrberatung vorstellen. Die Plattform, an welcher 62 weitere Akteure aus dem Bereich freiwillige Rückkehr teilnahmen -darunter vor allem Rückkehrberatungsstellen – diente sowohl zur Verbreitung des Projekts innerhalb Rückkehrlandschaft als auch zur Vernetzung und zum gemeinsamen Austausch.

Am Freitag den 30.04., fand der zweite Teil der Schulungsreihe „Schulung von Multiplikator*innen und Kooperationspartner“ im Rahmen des Projekts AfrikaPlus #homeishome statt, welche diesmal gemeinsam mit IOM durchgeführt wurde. Über 100 Multiplikator*innen und Kooperationspartner nahmen an dieser Veranstaltung teil. Thema der Schulung war die Rolle der Kooperationspartner und Multiplikator*innen; es wurde jedoch auch seitens IOM über die einzelnen Schritte der Rückkehr sowie über verschiedene Unterstützungsprogramme, wie beispielsweise REAG/GARP oder Starthilfe Plus, gesprochen. Wir sind schon gespannt auf den dritten Teil der Schulungsreihe, welcher am Freitag den 07.05. stattfinden wird.

Weiterhin durfte Frau Dr. Sylvie Nantcha das Projekt heute den Reintegrationsscouts der GIZ vorstellen. Die anschließende Diskussion und Vernetzung zeigten auch hier, wie relevant das Pilotprojekt ist. Es wurden einige Fragen zur gemeinsamen Zusammenarbeit gestellt sowie weitere Anregungen zur Konkretisierung dieser Zusammenarbeit gemacht. Weitere Workshops zur Systematisierung und Standardisierung sind somit in Planung.

An alle Vereine, Initiativen, Migrantenselbstorganisationen und Multiplikator*innen in Hamburg, Brandenburg, Bayern und Baden-Württemberg: Wenn auch Sie Teil des Projekts werden möchten und mit uns kooperieren möchten, melden Sie sich gerne bei uns. Wir freuen uns über weitere Kooperationspartner sowie Multiplikator*innen, die unser Projekt verbreiten. Mehr Infos unter: afrikaplus@tang-ev.de

Aus unserem Projekt Menschen stärken Menschen

Im Rahmen unseres Projektes Menschen stärken Menschen, das vom Bundesfamilienministerium gefördert wird, fanden Schülerhilfe.

Am 12. April 2021 haben wir unser neues Schülerhilfe-Projekt per Zoom angefangen. Das Großartige ist, dass man die SchülerInnen deutschlandweit erreichen kann. Gleich am 1.Tag wurde das Angebot auch rege genutzt, es schalteten sich SchülerInnen aus Freiburg, Düsseldorf, Karlsruhe dazu. Vertreten sind derzeit Schüler und Schülerinnen von der 3. Klasse bis zur 9. Klasse. Anfangs stellen sich die SchülerInnen vor und sagen in welchen Fächern sie Hilfe benötigen, so dass sich die Lehrkräfte einen Überblick verschaffen können. Hauptsächlich Hilfe benötigten die SchülerInnen in Mathematik, z. B. negative Zahlen, Umrechnen von Einheiten in cm, in Französisch, Vokabeln und Verständnis, und in Deutsch (Diktat Verdoppelung von Konsonanten). Ein Schüler hat als Sport-Hausaufgabe auch eifrig 20 Liegestützen gemacht oder für Musik zu einem Rhythmus geklatscht. Manchmal tauschen sich die SchülerInnen auch untereinander aus und kommen so zusammen ins Gespräch. Dieses digitale Angebot ist sehr wichtig für die Schüler*innen und ihren Familien, die im Zeitalter vom Homeschooling doch oft abgehängt sind.

Weitere Highlights des Projekts sind Schulungen für den QualiPass Flüchtlingsarbeit.  Auch in Zeiten von Corona kann man sich für Geflüchtete engagieren! Nur eben anders. Weil Geflüchtete im Alltag sehr auf Unterstützung angewiesen sind und die Isolation ihre Integration stark gefährdet, ist es wichtig, sich auch in dieser Zeit der Corona-Pandemie weiterhin für sie einzusetzen – eben anders als sonst. Unsere 12 geplanten Weiterbildungen QualiPass Flüchtlingsarbeit werden für die Paten*innen, die Geflüchtete ehrenamtlich begleiten online angeboten. Themenschwerpunkte vom QualiPass dieses Jahr wurden gewissenhaft ausgewählt, um mehr Informationen im Bereich Integration zu vermitteln. Am 16. April fand die erste Schulung vom QualiPass statt. Die anwesenden 30 Paten*innen bekamen ausführliche Informationen über das Thema freiwillige Rückkehr und das Projekt AfrikaPlus #homeishome.  Am 30. April fand die zweite Schulung zum Thema Neue Gesetze für Asylbewerbende 2020/2021statt. Die mehr als 25 Teilnehmer*nnen waren mehr als 25 Personen haben ausführliche Informationen über die aktuellen Gesetze in der Corona-Zeit bekommen u.a. Familienzusammenführung, Abschiebung etc. Rege Diskussionen fanden bei beiden Veranstaltungen statt. Die nächsten zwei Schulungen werden sich mit dem Thema Erziehung und Bildungssystem beschäftigen. Mehr Infos unter: anmeldunge@tang-ev.de

Wir bedanken uns bei allen unseren Mitarbeiter*innen, die sich tagtäglich für unsere Community und für unser Land bundesweit im Bereich Integration, Entwicklungszusammenarbeit, Migration und Rassismusbekämpfung einsetzen.

Ich wünsche Ihnen nun eine gute Woche und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

TANG stärkt Frauen — Multiplikatoren-Schulung — SPF

ich hoffe, dass Sie die Sonnenstrahlen seit Ende letzter Woche genießen! Vielleicht haben Sie eine Wanderung oder langen Spaziergang am Wochenende unternommen? Viele Alternativen bleiben uns durch die Corona-Pandemie immer noch nicht. Doch es wird besser, wenn wir zusammenhalten und uns an die Verordnungen der Bundes- und Landesregierungen halten.

Bis dahin finden weiterhin viele Veranstaltungen von TANG online statt, um ein virtuelles Zusammensein und einen Mitgliederaustausch zu ermöglichen.

TANG stärkt Frauen – Talk mit Fouzia Hamoud und Georginah Nussbaumer

Zum einen freut es mich, dass wir letzte Woche die neue Talk-Runde TANG stärkt Frauen mit den Bundesvorstandsmitgliedern Fouzia Hamoud und Georginah Nussbaumer starteten.

Der Talk fand zum ersten Mal am Donnerstag, den 22. April 2021 von 18:00 bis 19:30 über Zoom statt und hat den Grundstein einer wunderbaren Veranstaltungsreihe gelegt. Die Gäste Joy Zenz und Delila Asmem teilten ihre persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse in der Coronazeit und 30 Frauen aus unterschiedlichen Herkunftsländern: Marokko, Kenia, Deutschland, Syrien, Tansania, Kongo, Togo, Kosovo, Kamerun und aus vielen weiteren Ländern diskutierten mit.

TANG Frauen erheben ihre Stimmen! Frauen halten zusammen und helfen sich gegenseitig, um gehört, gesehen, wertgeschätzt und anerkannt zu werden.

Wir bei TANG finden, dass jede Frau eine Heldin ist. Daher laden wir Frauen zu unseren Talks als Expertinnen und Vorbilder ein, damit sie mit uns ihre Erfahrungen, ihre Erlebnisse, ihre Lebensgeschichte und Expertise zu unterschiedlichen Themen teilen, um andere Frauen zu stärken. Wir wollen unser TANG-Frauennetzwerk aufbauen und stärken und die Expertise von Frauen sichtbar machen.

Der Talk der Reihe TANG stärkt Frauen – Talk mit Fouzia Hamoud und Georginah Nussbaumer wird einmal im Monat am letzten Donnerstag mit unterschiedlichen Gästen stattfinden. Am 27. Mai von 18 bis 19:30 Uhr geht es weiter!

Herzliche Einladung. Wir freuen uns auf Sie!

Die Talk-Reihe findet im Rahmen des Projektes Strukturförderung gefördert durch das BAMF statt.

Multiplikatoren-Schulung im Rahmen des Projektes „AfrikaPlus#homeishome“

Am Freitag, den 23.04. fand weiterhin der erste Teil der Schulungsreihe „Schulung von Multiplikator*innen und Kooperationspartner“ im Rahmen des Projekts „AfrikaPlus#homeishome“ statt.

Die Schulung wurde vom Gesamtprojektleiter Herrn Wilfried Ngandou moderiert und als Bundesvorsitzende von TANG und Supervisorin des Projektes durfte ich referieren. Inhaltlich war die Schulung in zwei Teile untergliedert:

Erstens erhielten unsere Multiplikator*innen und Kooperationspartner einige Informationen über das Bundesnetzwerk TANG e. V. und über die von TANG durchgeführten Projekte. Dabei wurde TANG in Zahlen und Fakten vorgestellt: Über 900 Mitglieder (Vereine und Einzelpersonen), 5 TANG-Projektbüros in den Bundesländern Baden-Württemberg, Hessen, Berlin, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, über 70 hauptamtliche Mitarbeiter und Honorarkräfte und 8 Projekte.

TANG vertritt die Interessen der afrikanischen Community in über 25 Gremien und bringt diese Expertise auf Landes- und Bundesebene ein. Darüber hinaus veröffentlichen wir im Rahmen von TANG regelmäßig Positionspapiere.

Und zweitens wurde das Pilotprojekt „AfrikaPlus#homeishome“ vorgestellt. Dabei wurden die Ziele des Projekts, die Zielgruppen sowie der Inhalt des Informationspakets vorgetragen. Neben der anschließenden angeregten Diskussion über das Projekt, hatten die 88 Teilnehmer*innen bei dieser Veranstaltung auch die Gelegenheit, sich untereinander zu vernetzen und Kontakte auszutauschen. Somit wurde nicht nur über TANG e.V. und das Projekt „AfrikaPlus#homeishome“ gesprochen, sondern auch ein Dialog zur weiteren Vernetzung angeregt.

Die Schulung stellte den ersten Teil von insgesamt vier Teilen dar. Der zweite Teil der Schulungsreihe findet – diesmal in Kooperation mit IOM – am Freitag, den 30.04. statt. Wir freuen uns schon sehr auf Eure Teilnahme!

Anmeldungen bitte über E-Mail an info@tang-ev.de

Vorstellung und Launch der Stabilisation Platform (SPF)

Am 22. April wurde der offizielle Start der Stabilisation Platform des Auswärtigen Amtes bekannt gegeben und ich war als Bundesvorsitzende von TANG zur Eröffnungsveranstaltung mit Staatsminister Niels Annen, MdB und der Vorstandssprecherin der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) Tanja Gönner eingeladen. Die Veranstaltung fand pandemiebedingt online statt.

Seit 2015 bündelt und verbessert das Auswärtige Amt seine Instrumente, um in Krisen- und Konfliktregionen früher, entschiedener und wirkungsvoller handeln zu können. Die Stabilisation Platform ist ein Ergebnis und ein wichtiger Baustein dieser Weiterentwicklung unserer außen- und sicherheitspolitischen Handlungsfähigkeit.

In Fortentwicklung der bestehenden Zusammenarbeit hat das Auswärtige Amt die GIZ mit der Einrichtung der Stabilisation Platform als eigene Struktur innerhalb des Bundesunternehmens beauftragt. Mit der SPF schaffen wir neue Kapazitäten, die unsere operativen Fähigkeiten mit spezialisierter Fach- und Umsetzungsexpertise erweitern und unser Engagement in Krisenkontexten effektiver machen. Damit verbinden wir Außenpolitik noch stärker als bisher mit der Umsetzung vor Ort – als integrierte Friedensunterstützung.

Die Stabilisation Platform ist ein Auftrag des Auswärtigen Amts an die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ). Sie besteht aus praxiserprobten Expert*innen, die ihre Erfahrung in den Dienst der aktiven Friedenspolitik stellen.

Das Auswärtige Amt hat sich verpflichtet, seine diplomatischen Möglichkeiten und die vom Deutschen Bundestag für friedens- und sicherheitspolitische Aktivitäten bereitgestellten Haushaltsmittel gezielt und wirksam einzusetzen, um in Krisen- und Konfliktsituationen früher, entschiedener und substanzieller handeln zu können. Die Kompetenzen zur Umsetzung dieses Ziels hat das Auswärtige Amt in seiner Abteilung S (Krisenprävention, Stabilisierung, Konfliktnachsorge und Humanitäre Hilfe) gebündelt. Operative Interventionen in Krisen- und Konfliktkontexten erfordern intensive Steuerung und zugleich die Fähigkeit zu schnellem, flexiblem und initiativem Handeln. Die Stabilisation Platform unterstützt das Auswärtige Amt dabei, diese Aufgabe zu meistern.

Das Bundesnetzwerk TANG begrüßt die Einrichtung der Stabilisation Platform und die in diesem Rahmen vorgesehenen Vorhaben.

Weiterführende Informationen zur SPF finden Sie hier:

https://www.stabilisation-platform.de/

An dieser Stelle möchte ich nochmal daran erinnern, dass letzte Woche von der Bundesregierung das Corona-Infektionsschutzgesetz zum Schutz der Bevölkerung verabschiedet wurde. Damit wurden bundeseinheitliche Regeln festgelegt. Es gilt eine Ausgangssperre zwischen 22 Uhr bis 5 Uhr in allen Städten mit einem 7-Tage-Inzidenzwert von über 100. Zwischen 22 Uhr und 24 Uhr ist ein Spaziergang oder Joggen ALLEINE möglich.

Ich möchte alle Mitglieder und Freunde von TANG nochmals dringend bitten, sich stetig über die Corona-Verordnungen zu informieren und die aktuellen Maßnahmen zu beachten. Nur gemeinsam können wir die 3. Welle bekämpfen. Greifen Sie zu kostenlosen Testangeboten! Informieren Sie sich bei Ihrem Hautarzt über Ihre Impfmöglichkeiten und die verschiedenen Impfstoffe!

Ihnen allen eine gute Woche und bleiben Sie weiterhin gesund.

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

 

 

Aktuelles und Frohe Ostern

diese Woche ist eine kurze Arbeitswoche für TANG, denn aufgrund der weiterhin angespannten Corona-Lage hat TANG beschlossen, die von der Bundesregierung ausgerufenen Ruhetage vom 1. bis 5. April einzuhalten. Obwohl Gründonnerstag (1. April) als Ruhetag inzwischen von der Regierung zurückgenommen wurde, möchten wir bei TANG die Ruhetage durchziehen und damit zeigen, dass uns die Bekämpfung der Pandemie ein sehr dringliches und wichtiges Anliegen ist. Daher bleiben vom 1. bis 5. April alle unsere TANG-Büros geschlossen. Bitte machen Sie auch auf der privaten Ebene mit und bleiben Sie während der Osterruhe zuhause.

Infoveranstaltung im Rahmen des WIDU-Projektes

Am 20. März fand von 16:30 bis 19:30 eine Online-Infoveranstaltung über das WIDU-Projekt in Rheinland-Pfalz statt. Gastgeber war der Verein International Women‘s Movement. Nach meinen Begrüßungsworten hat sich Georginah Nussbaumer als TANG Bundesvorstandsmitglied und die Vorsitzende des Landesnetzwerks Rheinland-Pfalz den über 30 Teilnehmern vorgestellt. Anschließend wurde über den Vereins International Women‘s Movement, über dessen Themenbereiche und Aktivitäten berichtet: International Women’s Movement ist eine Frauen Empowerment Gruppe, die über ein breit aufgestelltes und belastbares Netzwerk verfügen. Unser TANG-Mitarbeiter Romial  Kenmogne hat daraufhin das WIDU-Projekt vorgestellt und die Teilnehmer der Veranstaltung konnten sehr viele Informationen mitgenehmen. Georginah Nussbaumer hofft, dass auch in Zukunft viele weitere Veranstaltungen stattfinden werden: „Es ist geplant, dass mindestens zweimal pro Monat eine WIDU-Veranstaltung in Zusammenarbeit mit TANG und International Women’s Movement organisiert wird.“

Ergebnisse des Berichtes Integrationsmonitoring

Das Ziel von Integrationsmonitoring ist es, Erfolge und Herausforderungen sichtbar zu machen und damit die Entwicklung von Integration in Deutschland regelmäßig zu messen. Es ist ein wichtiges Instrument für die Gestaltung einer transparenten und zeitgemäßen Integrationspolitik. Der erste Bericht zum indikatorengestützten Integrationsmonitoring wurde durch das DeZIM-Institut erstellt und wird am 24.03.21 dem Bundeskabinett vorgelegt. Die Ergebnisse dieses Berichts wurden uns am Mittwoch, den 24.03.21 im Rahmen einer digitalen Fachveranstaltung vorgestellt.

Staatsministerin Widmann-Mauz begrüßte die Teilnehmer und sprach sich für faire Chancen in der Gesellschaft aus. Wie man derzeit sieht, sind immer wieder falsche Nachrichten im Umlauf und daher ist es wichtig, dass das DeZIM-Institut ein Monitoring erarbeitet hat, um die Datenlage klar darzustellen. Das Monitoring hat gezeigt, dass bereits viele Erfolge in der Integrationsarbeit zu verzeichnen sind, aber dass Corona eine enorm große Belastung für alle ist, aber vor allem auch in der Integrationsarbeit ist. Menschen mit Migrationshintergrund trifft die Pandemie besonders hart, da viele in den Bereichen Gewerbe und Gaststätten beschäftigt sind. Auch Home schooling stellt eine Herausforderung dar, wenn beispielsweise Deutsch nicht die Muttersprache ist. Deshalb hat die Bundesregierung einen Nationalen Aktionsplan verabschiedet und vorgelegt. Widmann-Mauz bekräftigt: „Wir arbeiten hart daran, dass die Pandemie die bereits erreichten Erfolge nicht kaputt macht und uns zurückwirft.“

Der Bericht gilt als Orientierungsmarke und kann in wenigen Jahren genauer Auskunft darüber geben, wie die Pandemie sich auf die Integrationsarbeit auswirkt. Der Monitoring-Bericht untersuchte 55 Indikatoren aus 12 Themenfeldern, wie unter anderem Wohnen, Einkommen, Arbeitsmarktintegration, Gesundheit, Hasskriminalität und weitere. Es zentrale Fragestellung ist: Welche Rolle spielen Staatsangehörigkeit, Migrationserfahrung oder die Migrationserfahrung der Eltern beim Erwerb von in der Gesellschaft zentralen Gütern und Ressourcen und bei der gesellschaftlichen und formalen Anerkennung von mitgebrachten oder erworbenen Gütern und Ressourcen?

Eine grundsätzliche Entwicklung ist, dass die interkulturelle Öffnung langsam aber stetig zunimmt. So gibt es mehr Beschäftigte mit Migrationshintergrund in verschiedenen Arbeitsbereichen. Dennoch muss noch mehr getan werden, denn im öffentlichen Dienst und in der Verwaltung sind sie bislang immer noch unterrepräsentiert. Auch auf dem Arbeitsmarkt lässt sich anhand der Berichtsergebnisse feststellen, dass die Herkunft immer noch nicht von den Bewerbungen abgekoppelt ist. Frau Nergiz von DeZIM stellt heraus, dass Namen sehr viel auf einer Bewerbung ausmachen und häufig zu einer Diskriminierung am Arbeitsmarkt führt.

Ein wesentliches Resultat des Berichts ist weiterhin, dass die Armutsgefährdung der ersten Generation gestiegen ist. (In diesem Monitoring wurde eine Differenzierung der Bevölkerung mit Migrationshintergrund vorgenommen, um den Blick zu schärfen und die Unterschiede zwischen der 1., 2. und 3. Generation zu erarbeiten.)  So ist die Armutsgefährdungsquote unter jungen Erwerbstätigen (15 bis 24 Jahre) höher als in allen anderen betrachteten Altersgruppen. Am höchsten ist allerdings die Quote unter den jungen Berufstätigen (15 bis 24 Jahre) der ersten Generation und zeigt damit einen deutlichen Anstieg der Gefährdungsquote ab 2015.

Zum Abschluss wurden Empfehlungen seitens des Instituts diskutiert. Zum einen ging es dabei um die Frühkindliche Betreuung. Da viele Frauen mit Migrationshintergrund ihre Kinder zu Hause betreuen, werden mehr Informationsangebote benötigt, die darüber informieren, welchen Einfluss die Frühkindliche Betreuung auf den Bildungsweg der Kinder nimmt.

Darüber hinaus muss der Wert von Vielfalt in unserer Gesellschaft hervorgehoben werden. Durch den Begriff „Teilhabe“ wird dieser Wert abgewertet und der immense Mehrwert von Vielfalt in den Hintergrund gedrückt. Es wäre eine große Errungenschaft, wenn Vielfalt keine Einbahnstraße ist und sich die Gesellschaft die Vielfalt mit ihrem gesamten Potenzial (Sprachen, Brückenbauer, großes Engagement) als Bereicherung wahrnimmt.

Weitere Auszüge des Integrationsgipfels

Im Rahmen des Integrationsgipfels vom 9. März, über den wir schon bereits berichtet haben, möchte ich noch einen weiteren Beitrag schildern. Am Integrationsgipfel hat auch Frau Gonca Türkeli-Dehnet, Geschäftsführerin der Deutschlandstiftung Integration teilgenommen. Sie stellte das Mentoringprogramm „Lead Me“ vor, welches vom Bundesprogramm Demokratie leben! gefördert wird und junge Talente mit Migrationsbiographen unterstützen möchte. Bisher hat das Projekt „Lead Me“ über 1.000 junge Menschen gefördert. Frau Türkeli-Dehnet sieht politische Partizipation als Weg des Selbstausdrucks und wegen der weiterhin geringen Partizipation von Menschen mit Migrationshintergrund könne ein Demokratiedefizit in Deutschland entstehen. Im öffentlichen Dienst zum Beispiel hätten nur 12% der Menschen Migrationshintergrund. Sie betonte, dass junge, qualifizierte und engagierte Menschen mit Migrationshintergrund gerade wegen ihren interkulturellen und sprachlichen Kompetenzen nicht in Deutschland bleiben müssten. Das Projekt „Lead Me“ beteiligt sich am Wettbewerb „um die besten Köpfe, da Deutschland diese als „Leader“ brauche und sie nicht verlieren dürfte. Wir teilen ihre Meinung, dass die Zukunft Deutschlands nicht auf die vielfältigen Fähigkeiten von jungen Menschen mit Migrationsgeschichte verzichten sollte und dass mehr Programme die langfristige Teilhabe junger Menschen mit Migrantionsgeschichte fördern sollte.

Runder Tisch: Die Afrikanische Freihandelszone (AfCFTA) – Afrikas Wirtschaft auf der Überholspur?

Am 1. Januar dieses Jahres ist die Afrikanische Freihandelszone (AfCFTA) gestartet. Die AfCFTA wird einen Markt von 1,2 Milliarden Menschen umfassen und eine der weltgrößten Freihandelszonen sein. Nach Schätzung der Weltbank hat die AfCFTA das Potenzial, bis 2035 etwa 30 Millionen Menschen aus der Armut zu befreien, das Einkommen des Kontinents um 450 Milliarden Dollar (385 Milliarden Euro) jährlich zu steigern und die Exporte innerhalb des Kontinents um 81 Prozent erhöhen. Es besteht die Hoffnung, dass die AfCFTA zu einem selbst tragenden Wirtschaftsaufschwung in Afrika beiträgt.

Derzeit ist der Handel innerhalb Afrikas allerdings weiter durch hohe Einfuhrzölle und bürokratische Hürden erschwert. Wichtig wird es daher sein, dass die Mitglieder – nahezu alle afrikanischen Staaten – die Einigung zügig und konsequent umsetzen. Die EU hat vielfach erklärt, die AfCFTA nach allen Kräften fördern zu wollen. Bisher werden die Handelsbeziehungen der EU mit den afrikanischen Staaten im Rahmen der EPAs, der Economic Partnership Agreements geregelt, deren Umsetzung hinter den Erwartungen hinterherhinkt.

 Am Montag, den 22. März fanden wir uns zusammen, um gemeinsam zu diskutieren, welche Schritte seitens der Mitgliedsstaaten der AfCFTA als Nächstes anstehen. Welche Widerstände sind zu überwinden? Und wie wird die EU auf die neue geschaffene Freihandelszone reagieren?

Wie ich bereits letzte Woche geschrieben habe, möchte ich auch diese Woche betonen, dass wir nur gemeinsam gegen die 3. Welle der Corona-Pandemie kämpfen können. Ich appelliere daher weiterhin an alle Mitglieder und Vereine, die aktuellen Verordnungen zu respektieren und sich über Änderungen auf dem Laufenden zu halten. Denken Sie an Abstand, Hygiene, Maske und häufiges Lüften der Innenräume und nehmen Sie das kostenlose Testangebot auf Corona der Städte und Gemeinden in Anspruch. Achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen und bleiben Sie gesund!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen nun Frohe Ostern!

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

Infektionsschutzgesetz – BePart – TANG stärkt Frauen

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG

hoffentlich werden Sie nicht pandemiemüde. Das Corona-Virus wird es nämlich nicht. Aus diesem Grund befinden wir uns momentan in einer sehr ernsten Lage.

Heute wurde von der Bundesregierung das Corona-Infektionsschutzgesetz zum Schutz der Bevölkerung verabschiedet. Damit wurden nun bundeseinheitliche Regeln festgelegt. Ab sofort gilt eine Ausgangssperre zwischen 22 Uhr bis 5 Uhr in allen Städten mit einem 7-Tage-Inzidenzwert von über 100. Zwischen 22 Uhr und 24 Uhr ist ein Spaziergang oder Joggen ALLEINE möglich.

Ich appelliere dringend, sich stetig zu informieren und die neuen Maßnahmen zu beachten. Nur gemeinsam können wir die 3. Welle bekämpfen. Greifen Sie zu kostenlosen Testangeboten! Informieren Sie sich bei Ihrem Hautarzt über Ihre Impfmöglichkeiten und die verschiedenen Impfstoffe!

Dennoch laufen die Aktivitäten und Projekte bei TANG auf Hochtouren. Deshalb möchte ich Sie auch in dieser Woche über die aktuellsten Entwicklungen im Bundesnetzwerk und in den Bereichen Integration, Migration und Entwicklungszusammenarbeit informieren.

Projekt BePart  – Teilhabe beginnt vor Ort!

Das Modellprojekt BePart – Teilhabe beginnt vor Ort! neigt sich dem Ende zu. Das Bundesnetzwerk TANG war mit dem Projekt Youth4Youth Teil von BePart und trug damit zur Förderung der Mitwirkung von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in gesellschaftlich relevanten Gremien bei.

Im Rahmen des Projektes TANG Youth4Youth wurden Jugendliche und junge Erwachsene mit und ohne afrikanische Wurzeln aus den Städten Berlin und Erfurt an politische Partizipationsmöglichkeiten herangeführt. Unser Ziel war es, ein Bewusstsein zu schaffen, dass Veränderungen herbeigeführt werden können und dass es gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten gibt.

Bei der digitalen Abschlusstagung am 19. April 2021 stellte Staatsministerin Annette Widmann-Mauz in ihren Grußworten fest, dass die Zusammenarbeit innerhalb der BePart Projekte von besonderer Bedeutung ist, um die Ziele guter Integration zu erreichen. Integration geschieht nicht passiv, sondern entsteht durch Interaktion und Dialog. „Mitgestaltung geschieht dynamisch“, so Widmann-Mauz. Weiterhin erklärt sie: „Wir wollen eine moderne, dynamische und gerechte Gesellschaft werden, in der jeder sein Potenzial einbringen kann“.

BePart setzt genau an diesem Ziel an, denn hinsichtlich Wahlen, politischer Teilhabe und zivilgesellschaftlichem Engagement reicht die Integration noch nicht aus. Menschen mit Migrationshintergrund sind in diesen Bereichen unterrepräsentiert und dies ist vor allem auch in Regierungen und Parteien sichtbar: In unserer Gesellschaft gibt es 26% Menschen mit Migrationshintergrund. Davon sind nur 8,2% im Bundestag vertreten und auf Landesebene und kommunaler Ebene sind es lediglich 4,5-4%. Außerdem gibt es bundesweit nur 1,5% an Oberbürgermeister*innen mit Migrationshintergrund; dabei ist es wichtig, dass Menschen mit Migrationshintergrund in solchen Ämtern und Gremien entscheidende Positionen einnehmen, um mitzugestalten an Themen, die sie direkt betreffen.

BePart schafft Bewegung in den Gemeinden. Durch niedrigschwellige Angebote zu wichtigen Funktionen und Angeboten, die zum Mitmachen einladen wie beispielsweise das lokale Ehrenamt, finden Leute zusammen, knüpfen Kontakte, schaffen Begeisterung und engagieren sich langfristig. Politische Partizipation sorgt für Fortschritt des Gemeinwohls und wirkt sich als Empowerment für Menschen mit Migrationsgeschichte aus.

Die Staatsministerin dankt allen Beteiligten bei BePart und appelliert: „Stärken Sie das ehrenamtliche Engagement und halten Sie unsere Demokratie lebendig!“

TANG stärkt Frauen – Talk mit Fouzia Hamoud und Georginah Nussbaumer

Es freut mich, Ihnen mitzuteilen, dass wir in diesem Monat eine neue Talk-Runde TANG stärkt Frauen mit den Bundesvorstandsmitgliedern Fouzia Hamoud und Georginah Nussbaumer starten. Der Talk wird einmal im Monat am letzten Donnerstag mit unterschiedlichen Gästen stattfinden.

Jede Frau ist eine Expertin und ein Superhirn. Wir laden Frauen zu unserem Talk als Expertinnen und Vorbilder ein, damit sie mit uns ihre Erfahrungen, ihre Erlebnisse,  ihre Lebensgeschichte und Expertise zu unterschiedlichen Themen teilen, um andere Frauen zu stärken. Wir wollen unser TANG-Frauennetzwerk aufbauen und stärken und die Expertise von Frauen sichtbar machen.

Ich lade Sie herzlich zur ersten Veranstaltung der Reihe TANG stärkt Frauen – Talk mit Fouzia Hamoud und Georginah Nussbaumer ein. Der Talk findet zum ersten Mal am Donnerstag, den 22. April 2021 von 18:00 bis 19:30 über Zoom statt.

Im morgigen Gespräch werden Georginah Nussbaumer und Fouzia Hamoud mit ihren Gästen Joy Zenz und Delali Asmem über Herausforderungen von Frauen in der Coronazeit sprechen.

Die Talk-Reihe findet im Rahmen des Projektes Strukturförderung gefördert durch das BAMF statt.

Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

Die Zugangsdaten finden Sie auf dem Sharepic.

Kultur macht stark: Für’s Leben Tanzen, Lesen, Musizieren

Bei der heutigen Programmkonferenz Kultur macht stark: Chancen, Teilhabe, Perspektiven des Bundesministeriums für Bildung und Forschung begrüßte die Bundesbildungsministerin Anja Karliczek die Teilnehmer*innen mit den Worten: „Das Coronavirus beeinträchtigt das kulturelle Leben, aber mit unserem Programm Kultur macht stark halten wir dagegen an.“

Seit 2013 wurden durch 30.000 Projekte innerhalb des Erfolgsprogrammes mit einem Gesamtfördervolumen von 480 Mio Euro bereits über Millionen Kinder und Jugendliche erreicht. Kein anderes Programm erreicht so viele Kinder und Jugendliche mit Bildungsbeeinträchtigungen. Daher ist es der Bundesbildungsministerin Karliczek eine Freude, eine Verlängerung des Programmes (3. Förderphase) zu verkünden. Gerade in diesen schwierigen Zeiten ist es von Bedeutung, kreativ zu sein und somit einen erheblichen Teil zur Ausbildung von Persönlichkeit und sozialen Kompetenzen beizutragen. Kulturelle Bildung ist eine wichtige Voraussetzung in einer sich schnell wandelnden Welt mit wachsenden Anforderungen.

Karliczek erklärt: „Wir müssen alle dazu beitragen, dass sich die Schere im Bildungsbereich nicht weiter aufmacht, sondern schließt.“ Deshalb sollen auch in Zukunft niedrigschwellige Kulturangebote für Kinder und Jugendliche zur Verfügung gestellt werden, wie beispielsweise in Ganztagesschulen, denn außerschulische Aktivität heißt nicht, dass die Kulturangebote nicht in Schulgebäuden stattfinden können. In Deutschland sind bereits mehr als 2/3 aller Schulen als Ganztagesschulen organisiert. Daher könne man diese Organisation mit Ziel eines ganzheitlichen Bildungsansatzes nutzen. „Jedes Kind hat Talente und deswegen hat der Staat Programme entwickelt, um diese zu fördern“, so die Bildungsministerin. Sie dankt allen, die sich im Rahmen von Kultur macht stark einsetzen und zu einer Chancengleichheit in der Gesellschaft beitragen: „Ihr Engagement ist Kit für unsere Gesellschaft.“

Im Anschluss erklärte die Juryvorsitzende von Kultur macht stark, Dr. Ingeborg Berggreen-Merkel, dass der Mensch ein kulturelles Wesen ist und jeder Mensch seine Kreativität ausleben möchte durch, Singen, Lesen und Tanzen. Wenn dies gemeinsam unternommen wird, dann wächst der Einzelne in seinen Fähigkeiten, lernt Andere kennen, dann wächst die Achtung vor dem Anderen und die Erkenntnis, dass man Rücksicht nehmen muss.

„Kunst und Kultur sind wesensimmanent für den Menschen. Es macht aus den Menschen erst Persönlichkeiten“, so Berggreen-Merkel. Der Erfolg des Programmes liegt darin, dass die Kinder und Jugendliche abgeholt werden und durch niedrigschwellige Angebote, wie Tanzen, Singen und Zirkusaktivitäten einen Zugang zu Kultur bekommen. Das Programm muss weiterhin bekannt gemacht werden und es muss auf die Leute zugegangen werden, um sie weiter zu erreichen.

Ich wünsche Ihnen eine angenehme Woche und bleiben Sie weiterhin gesund.

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

TANG wünscht einen gesegneten Ramadan

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG

die Osterzeit ist vorbei und nun beginnt für viele Mitglieder die Fastenzeit. TANG wünscht einen gesegneten Ramadan!

Option Freiwillige Rückkehr

Letzte Woche habe ich ausführlich über die Neuigkeiten im Projekt „Afrika Plus#homeishome“ berichtet. Nachdem ich am 3. März das Projekt im Rahmen einer Expertengremiumssitzung den 16 Innenministerien der Länder vorstellen durfte, folgen nun weitere Präsentationen.

Am 13. April nahm ich an der Veranstaltungsreihe „Option Freiwillige Rückkehr“ 2021 von BAMF, GIZ und IOM für Referent*innen teil und stellte unser Projekt „Afrika Plus#homeishome“ vor. Die Veranstaltungsreihe wurde von BAMF, GIZ und IOM 2018 ins Leben gerufen, um die regionale Vernetzung für Akteure aus dem Handlungsfeld der Freiwilligen Rückkehr auszubauen und einander ergänzende Informations-, Rückkehr- und Reintegrationsprogramme vorzustellen. Ich bin sehr stolz darauf, das TANG-Projekt in diesem Rahmen präsentiert zu haben und somit ein weiteres Element im Bereich der Freiwilligen Rückkehr Vertreter*innen aus der Bundes-, Landes-, und Kommunalpolitik  und –verwaltung darzulegen.

Ich lade Sie herzlich zu meinem Vortrag „Kein Thema für Afrika? Der neue Asyl- und Migrationspakt der EU“ ein. Dieser findet morgen, den 15. April 2021, 19:00 Uhr online statt. Detaillierte Informationen zur Anmeldung und zur Plattform finden Sie auf der Internetseite des Internationalen Begegnungszentrum Karlsruhe (https://www.ibz-karlsruhe.de/programm/)

In meinem Vortrag werde ich zunächst den neuen Asyl- und Migrationspakt der EU vorstellen, um anschließend auf die Auswirkungen hat der neue Asyl- und Migrationspakt der Europäischen Union auf die Staaten des afrikanischen Kontinents einzugehen. Außerdem beschäftige ich mich mit folgender Frage: Wie sieht die künftige Zusammenarbeit den afrikanischen Staaten aus?

Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!

Anmeldung unter info@ibz-karlsruhe.de

Noch immer müssen wir gemeinsam gegen die Corona-Pandemie kämpfen – jeder einzelne zählt! Bitte tragen Sie aktiv zu einer Reduzierung der Infektionszahlen bei, indem Sie sich an die Corona-Regelungen halten und Ihre Kontakte weitestgehend herunterfahren. Vergessen Sie nicht, sich über die aktuellen Verordnungen auf dem Laufenden zu halten und denken Sie weiterhin an Abstand, Hygiene, Maske und häufiges Lüften der Innenräume.

Bleiben Sie weiterhin gesund!

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

Schöne Osterzeit und aktuelles von TANG

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG

Ich wünsche euch nahcträglich eine schöne Osterzeit.

MedienpädagogInnnen, wie Paula Bleckmann haben festgestellt, dass die Bildschirmzeit der Kinder und Jugendlichen in der Corona-Pandemie enorm angestiegen ist. Daher ist es wichtig, dass die Eltern gerade im Homeschooling ihre Kinder dazu animieren, ihre Freizeit Bildschirmfrei zu gestalten. Dafür bieten sich die Osterferien sehr gut an, die Zeit in der Natur zu erleben, Bücher zu lesen und die Zeit gemeinsam in der Familie mit Gesprächen und Gesellschaftsspielen zu verbringen.

SVR-Studie 

Im Rahmen des Projekts „BePart – Teilhabe beginnt vor Ort!“, hat der SVR-Forschungsbereich 2020 die gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit familiärer Einwanderungsgeschichte mit aktuellen Daten des SVR-Forschungsbarometers empirisch untersucht. Es wurde der Frage nachgegangen, „wie ausgeprägt verschiedene Formen der politischen Partizipation und des zivilgesellschaftlichen Engagements in Deutschland sind, wie beide Formen der Teilhabe zusammenhängen und von welchen Faktoren das Ausmaß der Beteiligung abhängt“.

Wie die vom SVR veröffentlichte Studie „Mitten im Spiel – oder nur an der Seitenlinie? Politische Partizipation und zivilgesellschaftliches Engagement von Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland“ zeigt, gab es an der Bundestagswahl 2017 eine wesentlich geringere Wahlbeteiligung von Menschen mit Migrationshintergrund als von Menschen ohne Migrationsgeschichte. Auch ist nach der Studie eine Teilhabelücke bei zivilgesellschaftlichem Engagement zu verzeichnen. Diese Lücke verringert sich jedoch bei den in Deutschland geborenen Nachkommen von Zugewanderten.  Den Ergebnissen der Studie zufolge, welche auch die Faktoren zur Förderung der politischen Partizipation untersucht, lässt sich ein Zusammenhang zwischen zivilgesellschaftlichem Engagement und politischer Partizipation feststellen. Nach Angaben von Frau Prof. Bendel gilt: „Wer sich zivilgesellschaftlich engagiert, ist auch politisch aktiver“. Aus diesem Grund empfiehlt die Studie, dies im Rahmen der politischen Bildung, der Integrationspolitik sowie der Engagementpolitik zu berücksichtigen und nennt konkrete Beispiele, wie dies geschehen kann.

Neues aus dem Projekt „AfrikaPlus #homeishome“

Am 03.03.2021 durfte TANG e. V. das Projekt AfrikaPlus #homeishome im Rahmen einer Expertengremiumssitzung den 16 Innenministerien der Länder vorstellen und dort um eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden werben. Die Resonanz war außerordentlich positiv: Es gab großes Interesse an dem Projekt und zahlreiche Rückfragen für eine gemeinsame Kooperation. Dies lässt kaum überraschen, denn seit Beginn des Projekts konnten von den MitarbeiterInnen in den vier Anlaufstellen in Berlin, Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sowie den drei Focal Points in Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz nunmehr 154 Kooperationspartner und 740 MultiplikatorInnen gewonnen werden.

Seit Anfang März sind nun 740 MultiplikatorInnen in ganz Deutschland aktiv: Sie haben mit der aktiven Ansprache von afrikanischen Geflüchteten begonnen und sind stetig dabei, das Informationspaket AfrikaPlus #homeishome in die afrikanischen Communities zu tragen und die Menschen darüber zu informieren. Auch hier kann TANG e. V. zahlreiche positive Rückmeldungen verzeichnen: Allein in NRW betreuen, begleiten und unterstützen AfrikaPlus MitarbeiterInnen bereits 13 Personen, die sich für eine freiwillige Rückkehr entschieden haben. Die große Nachfrage und das große Interesse an dem Projekt zeigen, wie relevant die Thematik ist. AfrikaPlus #homeishome begleitet und unterstützt die Menschen umfassend, beginnend bei der Vorbereitung bis hin zur Reintegration bis zu 6 Monate nach der Rückkehr aus Deutschland und erfasst darüber hinaus die Bedarfe von potenziellen Rückkehrenden und wertet diese wissenschaftlich aus, um die Programme auf lange Sicht gegebenenfalls optimieren zu können.

Um eine ganzheitliche Betreuung potenzieller RückkehrerInnen gewährleisten zu können und in dringenden Fällen schnellstmögliche Unterstützung bieten zu können, sind die MitarbeiterInnen von AfrikaPlus #homeishome 24 Stunden unter dieser WhatsApp Hotline zu erreichen: 0176 / 45848430

Falls Sie mit Ihrem Verein in Bayern, Baden-Württemberg, Brandenburg, Hamburg oder Rheinland-Pfalz ansässig sind und gerne als Kooperationspartner an dem Projekt AfrikaPlus#homeishome mitwirken wollen, oder sich als MultiplikatorIn im Rahmen des Projekts engagieren möchten, melden Sie sich gerne bei uns; wir sind weiterhin auf der Suche nach Kooperationspartnern und MultiplikatorInnen.

Falls Sie mehr über unser Projekt erfahren möchten, selbst Interesse an einer freiwilligen Rückkehr haben, oder jemanden kennen, für den das Projekt AfrikaPlus#homeishome interessant sein könnte, nehmen Sie gerne Kontakt mit uns unter folgender E-Mailadresse auf: Afrikaplus@tang-ev.de

Bleibt weiterhin gesund!

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

Internationale Wochen gegen Rassismus und Neuigkeiten zu COVID-19

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG,

heute ist der vorletzte Tag der Internationalen Wochen gegen Rassismus. Wie bereits im letzten Mitgliederbrief erklärt, handelt es sich hierbei um Aktionswochen der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus, die alljährlich vom 15.-25. März stattfinden. Anlässlich des Internationalen Tages gegen Rassismus am 22. März habe ich in den Sozialen Medien deutlich gemacht: „Die Bekämpfung des Anti-Schwarzen Rassismus in Deutschland geht nur gemeinsam!“

Außerdem wurde ich vom evangelischen Pressedienst gefragt, wie dringend Deutschland die Internationalen Wochen gegen Rassismus braucht. Auf diese Frage hin erklärte ich, dass Deutschland diese Wochen ganz dringend braucht, denn Deutschland hat ein Rassismusproblem. Das wurde nach den Vorfällen von Halle und Hanau von der Bundesregierung erkannt. Menschen haben tagtäglich mit Rassismus zu kämpfen und Rassismus gegen Schwarze ist eine von vier Formen des Rassismus, die bisher noch nicht genügend als Problem anerkannt wird. Dies liegt unter anderem daran, dass die Zahlen rassistischer Vorfälle kaum erfasst sind und diese Form des Alltagsrassismus dementsprechend noch nicht genug statistisch belegt ist.

Im Interview mit dem evangelischen Pressedienst kamen wir auch auf rassistische Wörter in Kinderbüchern zu sprechen. Es stellte sich die Frage, ob sich eine anti-rassistische Behandlung an einzelnen Wörtern festmacht und ob es gerecht ist, wenn rassistisch geprägte Wörter weiterhin in der Literatur auftauchen. In den Kinderbüchern „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ wird an einer Stelle das N-Wort genannt und in „Pippi Langstrumpf“ wurde das Wort „Negerkönig“ ausgetauscht gegen „Südseekönig“.

Diese bestimmten Wörter wurden in der Entstehungszeit der Bücher verwendet, aber sind für uns nach wie vor rassistisch. Ist es gerecht, wenn rassistisch geprägte Wörter überhaupt weiterhin in unserer Literatur auftauchen? Es ist unsere Position, dass alle Bücher, gleich ob Kinder- oder Erwachsenenbücher, grundsätzlich auf eine Rassismus-freie Sprache untersucht werden sollen. Außerdem gehört an erster Stelle die Streichung des N-Wortes. Denn wenn wir keine Änderungen vornehmen, reproduzieren wir die vorhandenen Strukturen. Sprache prägt unser Denken und Handeln und wir müssen vermeiden, dass Menschen nächster Generationen auf die Idee kommen, dieses Wort zu benutzen.

Unsere Forderung ist, dass das N-Wort – wie bereits von TANG gefordert – aus allen Kinderbüchern gestrichen werden soll und alle Kinderbücher auf eine Rassismus-freie Sprache überprüft werden. Außerdem fordern wir, dass sich Erzieher und Lehrer mit dem Thema Rassismus auseinandersetzen. Dieses Thema gehört früh auf den Bildungspunkt, denn wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft, in der wir die Realität nicht still schweigen, sondern zur Sprache bringen sollten. Diese Wochen sind daher eine gute Gelegenheit über Rassismus sowie über die Diversität und die Zukunft Deutschlands zu sprechen.

Wir freuen uns auch Ihren Standpunkt hinsichtlich der Kinderbuchdebatte zu erfahren. Schreiben Sie uns! (info@tang-ev.de)

Gremienarbeit

Am 22. März tagte die Fachkommission Fluchtursachen des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Als Bundesvorsitzende von TANG ließ ich bei der Sitzung die Expertise und Perspektive der afrikanischen Diaspora in Deutschland einfließen

Im Rahmen des Integrationsgipfels vorletzte Woche, über den wir schon in den letzten Mitgliederbriefen berichtet haben, möchte ich noch einen weiteren Beitrag schildern. Prof Dr. Karim Fereidooni lud uns Teilnehmer zu einer Fantasiereise ein. Diese Fantasiereise sollte es ermöglichen, uns Deutschland in seiner bestmöglichen Version zu imaginieren. Er sieht Fantasie und die Vorstellungskraft des Menschen als wichtiges Tool an, um eine bessere und offenere Gesellschaft herbeizuführen. In seinem Beitrag stellte er fest, dass die menschliche Vorstellungskraft Konzepte von Zusammenleben und von Gesellschaft entwickeln kann, an der alle Menschen teilhaben können. Er zeigte aber auch die negativen Seiten von menschlicher Fantasie: Gewaltvolle Fantasien, die zum Beispiel zum Kolonialismus, zum Holocaust, zur NSU oder zu rassistisch motivierten Taten geführt haben. Rassistische Fantasien wurden genutzt und können auch leider weiterhin genutzt werden, um andere Menschen als weniger wert darzustellen, so entstehe Rassismus durch die Fantasie Weißer Menschen über Schwarze Menschen oder People of Color. Es sei daher wichtig zu reflektieren, welche ausgrenzenden Fantasien uns beigebracht wurden und wie wir diesen durch positive Fantasien entgegenwirken können. Seiner Ansicht nach gibt es keine machtfreien Räume, keine Räume ohne Rassismus, Klassismus und Heteronormativität. Sein Wunsch an die Politik ist daher auch, dass sich die Entscheidungsträger*innen mit ihren eigenen Rassismusfantasien auseinandersetzen und diese Narrative nicht im Wahlkampf verwenden. Auch er knüpft an die Philosophie von Ubuntu an: „Ich bin, weil du bist. Du bist, weil ich bin.“ Er thematisiert in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit einer Solidargemeinschaft und sagte auch „ich muss andere nicht abwerten, um zu wissen wer ich bin“. Diversitätssensibilität ist seiner Meinung nach einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine gesellschaftliche Teilhabe aller in Deutschland lebenden Menschen.

Neuigkeiten aus den Projekten

Am Samstag, den 20.03 fand eine Schulung zum Thema „Beratungsprotokoll für Multiplikatoren und Kooperationspartner“ im Rahmen des Projekte AfrikaPlus#homeishome statt, bei welcher 77 Kooperationspartner und Multiplikatoren teilnahmen.

Viele Afrikanische Vereine leisten eine hervorragende Arbeit, welche jedoch oft aufgrund fehlender Dokumentation nicht sichtbar wird. Genau aus diesem Grund haben wir unsere KPs und MPs letzten Samstag darin geschult, wie man Beratungsprotokolle richtig und vollständig ausfüllt. Das Beratungsprotokoll wurde Schritt für Schritt besprochen, sodass keine Missverständnisse entstehen. Die Teilnehmer haben sich aktiv an der Schulung beteiligt, Fragen gestellt und großes Interesse an dem gesamten Projekt gezeigt. In diesem Sinne möchten wir uns nochmals bei allen Partner*nnen von AfrikaPlus bedanken.

Wie Sie aus den Nachrichten bereits wissen, befinden wir uns in Deutschland bereits in der sogenannten dritten Welle der Pandemie oder zumindest stehen wir kurz davor. Die Fallzahlen steigen und die Mutationen breiten sich aus.

Zusammen müssen wir nun gegen die 3. Welle anhalten. Dazu gehören Abstand, Hygiene, Maske und häufiges Lüften der Innenräume. Bitte erkundigen Sie sich auch weiterhin über die aktuellen Verordnungen von Bund und Länder. Seit 3. März haben Sie Anspruch auf einen kostenlosen Corona-Schnelltest pro Woche. Auskunft über die Teststationen und die Terminvergabe finden Sie auf der Internetseite Ihrer Stadt. Achten Sie auf sich und Ihre Mitmenschen und bleiben Sie gesund!

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

Internationale Wochen gegen Rassismus

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG,

haben Sie letzten Sonntag auch gewählt? Wir hoffen, dass Sie sich zahlreich bei der Landtagswahl in Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz beteiligt und gewählt haben. Wie bereits berichtet, hat TANG in einer Aktion auf Facebook deutlich gemacht, warum jede Stimme zählt und Ihre Wahlbeteiligung wichtig ist.

Integrationsgipfel

Über den Integrationsgipfel am 9. März habe ich bereits im letzten Mitgliederbrief berichtet. Heute möchte ich noch einen weiteren und wichtigen Beitrag ausführen. Zum Thema Teilhabe und Diversität hat sich der Schauspieler Tyron Ricketts geäußert, dass mehr Diversität in der Rollenvergabe in den deutschen Medien aussteht. Auch er als schwarzer Schauspieler möchte gerne einmal einen Bürgermeister spielen.

Im Kolonialismus und in der vorkolonialen Ära musste ein Weltbild geschaffen werden, in denen alle Weißen Menschen Subjekte und alle anderen Menschen Objekte sind, um die damaligen Machtverhältnisse zu rechtfertigen. Diese Art struktureller Rassismus wirkt bis heute nach und dies zeigt sich besonders in der Diskrepanz zwischen der erlebten Welt und der Welt im Film und Fernsehen.

Heutzutage lässt sich eine Veränderung der Kommunikationsmedien feststellen: Wir kommunizieren im Internet und sozialen Netzwerken. Dadurch werden Stimmen, die ehemals nicht gehört wurden, plötzlich laut. Diese neue gelebte Realität, die durch die neue Kommunikationsform entsteht, wird allerdings noch nicht genügend in Film und Fernsehen und den öffentlichen Medien in Deutschland widergespiegelt. Hierfür müssen wir uns laut Ricketts zusammen für eine neue Erzählung einsetzen, denn wir tragen alle zu einer Neuerzählung von Deutschland bei. Ein Vorschlag von ihm war es, dass auch das Team, das hinter Produktionen steht, diverser werden muss.

Für Menschen, die ihr Leben lang privilegiert waren, fühlt sich Gleichberechtigung zunächst als Verlust an; Die Teilhabe aller Menschen ist die Lösung: Wir müssen eine gleiche Teilhabe erreichen, damit die Tische, an denen Entscheidungen getroffen werden, gleichmäßig besetzt sind. Entscheidungsträger*innen in Produktionsfirmen brauchen auch Diversitätserfahrungen –trainings, damit sich die Gesamtbevölkerung angesprochen und repräsentiert fühlt. Eine gemeinsame Erzählung, in der wir alle vorkommen, ist das Ziel für die Zukunft.

Bei diesem Ziel steht das Bundesnetzwerk TANG voll und ganz dahinter.

Internationalen Wochen gegen Rassismus

Vom 15. bis 25. März 2021 finden die internationalen Wochen gegen Rassismus statt. Dies sind Aktionswochen der Solidarität mit den Gegnern und Opfern von Rassismus, die alljährlich um den 21. März, den Internationalen Tag gegen Rassismus, stattfinden. In Deutschland wurden die Aktivitäten um die Internationale Woche gegen Rassismus bzw. den Internationalen Tag gegen Rassismus seit seiner Gründung durch Jürgen Micksch 1994 vom Interkulturellen Rat in Deutschland e.V. koordiniert. Der Interkulturelle Rat gab Anregungen für Veranstaltungen und Themen, vernetzte Aktive und Interessierte, dokumentierte die deutschlandweit stattfindenden Veranstaltungen und machte durch Presse- und Öffentlichkeitsarbeit das gesellschaftliche Engagement während der Aktionswochen sichtbar.

Anlässlich der Internationalen Woche starte TANG eine Facebook-Aktion „Ich erhebe meine Stimme gegen Rassismus“.

In Deutschland nehmen derzeit die Zahlen an Corona-Erkrankten wieder stark zu. Wir möchten Sie daher bitten, weiterhin sorgsam zu sein. Außerdem laden wir Sie ein, sich über die Verordnungen von Bund und Landesregierungen zu informieren. Den Kampf gegen Corona können wir nur gemeinsam schaffen. Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Woche und sende freundliche Grüße

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG

13. und letzter Integrationsgipfel der Bundeskanzlerin

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG

Der 13. Integrationsgipfel fand gestern zum letzten Mal mit der Bundeskanzlerin statt.

In ihren einführenden Worten erinnerte die Bundeskanzlerin daran, dass sie gleich zu Beginn ihrer Amtszeit 2005 das Thema Integration zur Chefsache gemacht hat. So hat sie 2005 das Amt der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration im Bundeskanzleramt angesiedelt und als Staatsministerin in der Bedeutung aufgewertet. Im folgenden Jahr startete der erste Integrationsgipfel mit Vertreter*innen aus Politik, Medien, Migrantenverbänden, sowie Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und Sportverbänden im Bundeskanzleramt. Seit diesem Auftakt diskutieren verschiedene Akteur*innen mit der Bundeskanzlerin darüber, wie wir gemeinsam Integration und Zusammenleben erfolgreich in Deutschland gestalten können.

Im Rahmen des gestrigen Integrationsgipfels wurden vor allem die Phasen 4 und 5 des Nationalen Aktionsplans Integration mit den Schwerpunkten „Zusammenwachsen und Zusammenhalt entwickeln“ diskutiert. Die Bundeskanzlerin betonte, dass Integration nicht nur bestimmte zugewanderte Gruppe betrifft, sondern die ganze Gesellschaft. Alle müssen zusammenarbeiten. Der National Aktionsplan Integration ermöglicht es uns durch verschiedene Aktionspläne die Integrationspolitik praktischer zu gestalten. Hierfür muss Integration systematisch gefördert werden. Integration ist für alle eine Herausforderung, aber sie kann auch ein Gewinn sein, wenn sie gelingt. Jede/r mit oder ohne Migrationsgeschichte muss sich respektiert und zugehörig fühlen können. Gewalt, Anfeindungen, Rassismus und Diskriminierung jeglicher Art stehen dem gesellschaftlichen Zusammenhalt entgegen.

Im Rahmen des Integrationsgipfels 2020 hat Die Bundeskanzlerin einen Bundeskabinettausschuss zur Bekämpfung von Rechtsextremismus und Rassismus gebildet, der 89 Maßnahmenverabschiedet hat.

Dieser Gipfel soll starkes Symbol für ein Miteinander setzten, betonte die Kanzlerin. Deshalb ist es wichtig, dass alle Anwesenden Ihre Meinung und Perspektive frei äußern. Erst durch Reibung und unterschiedlichen Wahrnehmungen kann richtiger Zusammenhalt werden

Die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration Annette Widmann-Mauz bedankte sich für das Engagement aller Teilnehmer*innen in den letzten Jahren und für die Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans Integration.

Sie betonte, dass Migrantenorganisationen eine wichtige Rolle in der Verbreitung von Informationen und Corona-Schutzmaßnahmen an die Zielgruppen spielen. Auch bei der Entwicklung des Impfstoffs haben die Nachkommen von Migranten*innen eine Vorreiterrolle in Deutschland und in der ganzen Welt gespielt. Auf die Frage, worauf es bei Integration ankommt erklärte sie, dass niemand die eigene Zuwanderungsgeschichte verstecken sollte. Es geht um Zugehörigkeit und Einheit in Vielfalt. Alle Menschen müssen Chancen haben und diese nutzen, sich einbringen und das Beste aus den Chancen machen. Partizipation in der Gesellschaft muss für alle unabhängig der Herkunft möglich sein. Dabei geht es um den Zugang zum Arbeitsmarkt, das Erlernen der Sprache, aber auch um gleichberechtigte Teilhabe in Sport, Kultur, Medien, Wirtschaft und Politik, im öffentlichen Dienst und in der Wirtschaft. Es geht aber auch um die Anti-Diskriminierungs-Arbeit.

Die Staatsministerin erinnerte an die Ziele des National Aktionsplans Integration: Egal welche Herkunft jemand hat, alle sollen teilhaben können und teilnehmen.  Alle Berieche der deutschen Gesellschaft sollen die Vielfalt widerspiegeln. Es müssen Zugänge und Zugehörigkeit für alle geschaffen werden.

Sie kündigte den Start der Einbürgerungsoffensive der Bundesregierung an: Alle, die seit vielen Jahren hier leben und hier ihren Lebensunterhalt verdienen und die Werte teilen, sollen Deutsche werden. Die Kampagne soll aber auch die Vernetzung der Ausländer- und Einbürgerungsbehörden verbessern. Sie betrachtet die Einbürgerung ist ein zweiseitiges Bekenntnis und sagt: „Wir können verschieden sein, aber zusammen sind wir Deutschland“

In meiner Rede bedankte ich mich im Namen von TANG bei der Bundeskanzlerin für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und die Unterstützung der letzten Jahre beim Integrationsgipfel. TANG ist seit 2013 dabei und hat mitverfolgen können, wie die Integrationsdebatte in Deutschland auch im Rahmen der Integrationsgipfel bis heute sich positiv weiterentwickelt hat. Beim letzten Integrationsgipfel 2020 durfte ich im Anschluss an der Pressekonferenz der Bundeskanzlerin teilnehmen. Und habe betont, dass Deutschland ein Rassismusproblem hat. Wir sind aber dankbar, dass der Kabinettsausschuss, den Mut hatte, den Anti-Schwarzen Rassismus in Deutschland zu erkennen, benennen und bekämpfen und diesbezüglich 89 Maßnahmen verabschiedet hat. Das Bundesnetzwerk möchte als Migrantenorganisation an der Debatte, aber auch an der Umsetzung der Inhalte und der Weiterentwicklung der 89 Maßnahmen beteiligt sein. Wir wollen nicht nur Ideengeber sein und bleiben, sondern Teil der Umsetzung der 89 Maßnahmen des Kabinettausschusses zur Bekämpfung von Rassismus und Rechtsextremismus werden. Deshalb appellierte ich an die zuständigen Bundesministerien Kontakt mit uns und anderen MOs aufzunehmen.  Wir arbeiten gerne gemeinsam mit Bund, Ländern und Kommunen an Lösungen von gesellschaftlichen Problemen. Wir wollen aber auch Teil der Umsetzung dieser Lösungen sein.

Ich bedankte mich beim Gesundheitsminister Spahn, der unserer Aufforderung die Impfkampagne mehrsprachig zu gestalten, gefolgt ist und forderte die Staatsministerin auf, auch die Einbürgerungsoffensive mehrsprachig zu gestalten. Die Vielfalt unserer Gesellschaft soll sich auch in den Sprachen widerspiegeln, die wir für die Verbreitung von Informationen verwenden.  Gleichberechtigte Teilhabe setzt voraus, dass alle gut informiert sind, denn Wissen ist Macht.

Wir finden die politische und gesellschaftliche Teilhabe von MOs richtig und wichtig. Sie bedarf aber eine nachhaltige und strukturelle Finanzierung.

Wir gestalten die Zukunft Deutschlands. Und zwar im Sinne der Ubuntu-Philosophie: „Ich bin, weil du bist. Du bist, weil ich bin.“ Wir MOs arbeiten daran, dass es kein „Wir“ und „Ihr“ in unserer Gesellschaft mehr gibt. Wir setzen uns dafür ein, damit wir alle zusammen Deutschland werden.“

„Zum Schluss des Gipfels verabschiedete sich die Kanzlerin mit dem folgenden Statement: Es wurde einiges erreicht seit dem ersten Integrationsgipfel, das Selbstbewusstsein von Menschen mit Migrationshintergrund ist gewachsen, die sog. „Mehrheitsgesellschaft“ hatte viele Aufgaben. Es ist immer wichtig beide Seiten der Medaille zu sehen, was ist gut gelaufen und wo muss man weitermachen? Die Frage des Rassismus und der Vorurteile hat sich verstärkt und die Aufgabe, die wir vor uns haben ist dadurch nicht kleiner geworden. Die Arbeit bleibt sehr wichtig, das Thema muss weiterhin auf der Tagesordnung bleiben. Wir brauchen jede Stimme aus diesem Kreis. Jede Bundesregierung wird das Thema weiterführen! Alles Gute und vielen Dank!“

Wir wünschen unserer Kanzlerin Angela Merkel alles Gute und hoffen, dass die nächste Bundesregierung das Thema Integration mit der gleichen Intensivität behandelt.

Herzliche Grüße und bleiben Sie gesund.

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende

Erinnerung an die Pressekonferenz

Liebe Mitglieder und FreundInnen von TANG,

diese Woche haben wir wieder besondere Neuigkeiten für Sie. Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass unser Projekt „AfrikaPlus #homeishome# offiziell gelauncht wurde.

Auftakt des neuen Projektes „AfrikaPlus #homeishome“ 

Ich stellte als Bundesvorsitzende von TANG anlässlich der Expertengremiumssitzung von Bund und Ländern am 3. März 2021 das neue vom BAMF und BMI geförderte Projekt AfrikaPlus #homeishome vor.

AfrikaPlus #homeishome ist ein Pilotprojekt vom Bundesnetzwerk TANG, das vom Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 2020-2021 gefördert wird. Es wurde von Expert*innen aus den afrikanischen Communities in Deutschland entwickelt, um geflüchtete Menschen aus afrikanischen Communities, die in ihr Heimatland zurückkehren möchten, über bestehende Rückkehr- und Reintegrationsprogramme zu informieren.   Das Projekt thematisiert das Thema Freiwillige Rückkehr in der afrikanischen Community und analysiert alle bestehenden Rückkehrprogramme und führt sie in einem Informationspaket zusammen.

Das besondere an AfrikaPlus ist, dass es einen neuen Ansatz schafft, wie die Zielgruppe auf bestehende Informationen zugreifen kann und erschließt neue Wege zu Rückkehrberatungsstellen. Darüber hinaus erfasst es die Bedarfe von potenziellen Rückkehrenden und wertet diese Bedarfe wissenschaftlich aus, um Empfehlungen für die Optimierung der Programme zu geben.

Nach einer Präsentation stellten die einzelnen Vertreter der Bundesländer weitere Fragen zum Projekt und wie TANG in den jeweiligen Bundesländern aufgestellt ist.

Aktion TANG von Baden-Württemberg zur Wahlbeteiligung

Am 14. März 2021 finden Landtagswahlen in Baden-Württemberg statt. TANG lädt alle Wahlberechtigte ein: Gehen Sie wählen! Für die Briefwahl müssen Sie

    1. einen Wahlschein bei Ihrer Gemeinde beantragen

    2. die Wahlunterlagen ausfüllen

    3. den Wahlbrief rechtzeitig abschicken oder abgeben

Es gibt viele gute Gründe zu wählen. Verschenken Sie keine Stimme und gehen Sie wählen.

Wir möchten Sie an dieser Stelle darauf hinweisen, dass das Jahr 2021 ein sogenanntes „Superwahljahr“ ist. Dies bedeutet, dass neben der Bundestagswahl im September weitere Wahlen auf Landesebene in den folgenden sechs Bundesländern stattfinden: Hessen, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen.

Nehmen Sie auch in Ihrem Bundesland die Gelegenheit zur Wahl wahr und machen Sie mit bei der TANG Aktion zur Wahlbeteiligung in Ihrem Bundesland.

Erinnerung an die Pressekonferenz bei der Bundeskanzlerin

Genau heute vor einem Jahr einen nahm ich bei der Pressekonferenz der Bundeskanzlerin im Bundeskanzleramt in Berlin teil und äußerte folgendes Statement: „Deutschland hat ein Rassismus-Problem und die Bundesregierung muss entschieden dagegen kämpfen.“

Daraufhin wurde die Einrichtung eines Bundeskabinetts zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung angekündigt. Ein Jahr danach können wir die erfolgreiche Einrichtung des Kabinetts und den Beschluss von 89 Maßnahmen blicken. Freudig erwarten wir die Umsetzung des Maßnahmenpaketes in der Zusammenarbeit mit TANG.

Heute findet eine weitere Pressekonferenz zur Corona-Lage statt. Es werden neue Verordnungen bekannt gegeben. Wir laden Sie ein, sich über die Verordnungen von Bund und Landesregierungen zu informieren. Den Kampf gegen Corona geht nur gemeinsam. Schützen Sie sich und Ihre Mitmenschen.

Ich wünsche Ihnen nun eine gute Woche und verbleibe mit freundlichen Grüßen

Dr. Sylvie Nantcha

Bundesvorsitzende von TANG